29.07.2025 – Tag 70

Auch wenn ich den Gedanken daran schon hatte, noch eine Nacht zu bleiben, war mir heute aber mal wieder nach etwas neuem. Ich hatte ein Kompromiss mit mir selber geschlossen. Ich fahre zu einem Campingplatz knapp unter amsterdam. Dann hatte ich noch den ganzen Tag in Amsterdam und musste nur rechtzeitig am Campingplatz einchecken. Ich hab mir Also erstmal in aller Ruhe frühstück gemacht. Ich hatte noch Brötchen und ein bisschen von italiänischer salami. Leider hatte die Tube Tomatenmark außen ein bisschen Schimmel. Zum Glück war sie in einer Tüte. Zu den Brötchen gab es eine neue Sorte Cappuccino. Zu meiner Verwunderung sogar ohne zucker. Sehr geil. Der Geschmack war so mittel. Aber ich finde besser als der andere von jumbo. Also schon Mal ein upgrade. Nach dem Frühstück packte ich meinen Kram und packte das fahrrad. Irgendwie ist es auch immer schön wieder weiter zu ziehen. Unterwegs hab ich einen Coffeeshop gefunden, wo man auf der Terrasse am Kanal sitzen kann. Da hab ich dann auch noch einen kleinen Stopp eingelegt. Danach ging es dann noch schön durch die Stadt. Noch Mal 1000 Fotos machen und das Wetter genießen. Leider musste ich dann ja irgendwann weiter, weil ich ja auch nicht zu spät ankommen wollte. Der Radweg (fietspad) war wieder richtig schön. Auch wenn ich langsam genug vom vielen Wasser und Moor habe. Aber unterwegs hab ich dann nochmal richtig Spaß gehabt. Mein Navi hat mir gesagt das ich so einen Weg am Fluss lang muss und irgendwo sollte eine Brücke sein. Als ich da ankam, sah ich gerade einen Ponton mit 2 Radfahrern über den Kanal fahren. Als ich dann näher kam verstand ich auch warum die Frau so komische Bewegungen macht. Das war eine Fähre, die man manuell kurbeln musste, damit sie rüerfährt. Die Mechanik war echt einfach gemacht. An jedem Ende war eine Kurbel, die mit einer Kette zur jeweiligen Uferseite verbunden war. Da lief diese Kette dann auch in eine kurbel. So konnte man auf der Fähre kurbeln um rüber zu kommen. Auch am Ufer konnte man den kleinen Ponton zu sich ziehen. Also musste ich warten bis die beiden Radfahrer Rüberwaren. Dann musste ich die Fähre erstmal zu mir kurbeln und dann auf der Fähre nochmal kurbeln um rüber zu kommen. Das war ganz schön viel kurbeln aber hat auch echt Spaß gemacht. Gegen 18:00 bin ich dann auf einem sehr ländlich gelegenen Bauernhof angekommen. Die Rezeption war quasi eine umzäunte Terrasse, wo scheinbar gerade der Bauer mit seinen Freunden Bier trinkt und der Sohn steht etwas verloren daneben. Ich also dem alten einen 10er in die Hand gedrückt und der Sohn hat mir den Platz gezeigt. Eigentlich wirklich schön. Eine nach hinten abgelegene Zeltwiese, die an eine Fußball Wiese angrenzte. Auf der Wiese stand auch ein alter runtergekommener, aber echt hübscher Bauwagen. Hinter dem Gelände waren nur noch Felder und Kanäle und irgendwo am Horizont die großen Häuser der Außenbezirke von Amsterdam. Der Hof war riesig, aber auch nicht sehr liebevoll eingerichtet. Es gab große offene Scheunen, wo verrostete tracktoren standen und bei den Toiletten gab es nicht Mal Klopapier. Auf keiner. Ich weiß nicht, ob es fehlender Service, oder Sparmaßnahme ist. Erinnert mich ein bisschen an einen Campingplatz wo ich als Kind war. Da müssten wir auch immer eigenes Klopapier mitnehmen. Ich finde es auf jeden Fall komisch. Egal. Hab ja mein eigenes Klopapier mit dabei. So sind sie, die deutschen. Egal. Ich hab den Abend auf dem Hof ja eh nicht viel gebraucht. Ich habe mein Zelt aufgebaut und in letzter Zeit gehen mir diese komischen Flecken auf meinem innenzelt Boden und natürlich auch noch viel extremer die auf dem Footprint. Ich vermute das könnte Schimmel sein. Von diesem ganzen nassen, schlechten Wetter. Ich werde mir das die Tage Mal bei Trockenheit ansehen und vielleicht mal ein paar Fotos machen. Jetzt steht mein Zelt erstmal und ich hatte wieder einen wunderschönen sonnigen Tag hinter mir. Langsam gewöhne ich mich dran. Von mir aus kann es gern immer so weiter gehen. Ach ja. Der Himmel hat heute auch wieder verrückte Sachen gemacht.

2 Kommentare

Hallo Radreisender!
Wie es aussieht hast du jetzt ein wenig besseres Wetter. Da kann man sich besser fühlen. Das kann ich so gut verstehen. Hier schüttet es zwischendurch wie aus Eimern. Aber wenn die Sonne mal lacht – super!!!
Dann geht es jetzt also weiter. Bin gespannt was du jetzt erleben darfst. Pass weiter gut auf dich auf. Erzähl mal wo dein nächstes Ziel ist. Ich folge dir auf der Karte immer.
Übrigens, deine Bilder sind wieder echt toll. Besonders die vom Himmel.
Hdgdl

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