21.10.2025 – Tag 151

Heute begann der Tag schon mit Wunderschönem Wetter. Die Sonne hat gestrahlt, es war warm und keine Wolke am Himmel. Der Sturm war auch weg. Ich schrieb meinen neuen Kontakt in Barcelona an und fragte wann ich Vorbeikommen könnte. Leider bekam ich direkt eine absage. Aus gesundheitlichen Gründen klappt das leider doch nicht. Scheiße. Jetzt musste ich mir was überlegen. Ein Hostel in Barcelona hatte keinen Platz also konnte ich da auch nicht hin. Es ging also alles schief und ich hatte keinen richtigen Plan, wie ich am besten weitermache. Ich habe dann auf mein Handy geschaut und nach dem anderen Campingplatz in den Bergen geschaut und musste leider feststellen, das der auch noch 30km von Barcelona entfernt ist. Das Sketchen ist morgens um 10 und mit dem Fahrrad 30km dahin fahren war auch irgendwie nicht geil. Zumal ich ja wusste, wie die Wege sind und das das auch locker mal 3-4h dauern kann mit dem Fahrrad und abends mußte ich dann auch noch wieder zurück. Das klang alles nicht so entspannt. Morgens habe ich noch mit der Zeltnachbarin (Franziska) gesprochen. Sie erzählte mir von ihren Plänen mit der Fähre nach Menorca, dann Mallorca und dann ibiza zu fahren. Ich musste mir einen neuen Plan machen, aber balearische Inseln klang für die Tage nach Barcelona nicht schlecht. Für morgen half es aber trotzdem nicht. Es gab noch die Option, mit dem Bus vom Campingplatz zu fahren. Der fährt für 4€ nach Barcelona. Leider fährt der erste um 9:30 und von da muss ich dann auch noch zum Ort laufen wo wir sketchen. Eine andere Option war die Bahn. Die fährt auch schon früh morgens und ich müsste wenigstens nicht verschwitzt und abgekämpft beim Malen ankommen. Ich saß eine ganze Weile im kleinen Restaurant und war mega traurig über den ständigen struggle hier in Spanien. Ich wusste einfach nicht wie meine Reise weitergehen kann und ich wusste auch nicht wie das morgen alles klappen soll. Ich fasste aber den Entschluss mit der Bahn zu fahren. Das machte mich alles so traurig und ich merke wie ich immer mehr in so eine doofe Tiefphase rutsche. Das macht alles nicht mehr so richtig Spaß und ständig weiß ich nicht wo ich bleiben kann. Es ist ein ständiger innerlicher Stress für mich und ich kann im Moment nichts mehr so richtig genießen. Ich saß noch eine ganze Weile Rum und träumte vor mich hin und versuchte ein bisschen abzuschalten. Ich hatte einfach auf nichts Lust. Und alles erschien mir total stressig. Ich hatte keine Perspektive mit schlafen und das machte mir irgendwie am meisten zu schaffen. Irgendwann stand ich auf und erkundigte mich an der Rezeption, wie es mit dem Bahnhof ist und wie der Weg dahin ist und ob ich da vor Ort eine Karte kaufen kann, oder irgendeine App brauche oder so. Scheinbar geht das direkt vor Ort. Außerdem habe ich 2 weitere Nächte gebucht. Die eine nach auf morgen, wegen dem Sketchen in die Nacht darauf, weil ich ja ohne Fahrrad in die Stadt fahre und abends zurückkomme. Nach der Rezeption wollte ich trotzdem Mal zum Bahnhof fahren und mich da umsehen. Also beschloss ich mal mit dem Fahrrad den Weg zum Bahnhof auszuchecken. Ich musste ein paar km an der Schnellstraße langfahren also auch morgen zu Fuß den Weg auf dem Standstreifen von dieser großen Straße laufen. Echt ungeil. Aber auch in der Rezeption sagte man mir ja das es keinen anderen Weg gibt. Dort Vorort habe ich dann gesehen das es so Fahrscheinautomaten gibt. Also drehte ich wieder im und ging zum Strand, der da direkt war. Es war kein Sandstrand, aber zumindest Kieselsand. Ich hatte in weiser Voraussicht schon Badesachen eingepackt und bin erstmal ins Meer gesprungen. Das war echt nicht zu kalt und man konnte locker drin baden. Nach kurzer Zeit bin ich aber wieder rausgekommen und zu meinem Fahrrad gegangen. Also auf der anderen Seite der Straße wieder zurück zum Campingplatz. Es war so warm, das ich auf dem Campingplatz erstmal in den Pool gegangen bin. Viel Zeit zum chillen am Pool war aber nicht, weil die um 17:00 alle rausgeschmissen haben.
Ich wollte mich also wieder ins Restaurant setzen, einen Kaffee trinken und ein bisschen Sketchen. Ich habe mir statt dem Kaffee dann eine Limo und ne Pizza bestellt. Dazu gab es ein Glas Oliven. Nach der Pizza kam die Kellnerin mit der desert Karte und ich wollte eigentlich nichts. Nur leider habe ich da ein Zitroneneis, was in einer Zitrone serviert wird gesehen. Das habe ich mir dann auchnoch bestellt.
Als ich wieder zum Zelt ging habe ich dann Franziska wiedergetroffen, die aus Barcelona zurück war. Sie hatte den Bus vom Campingplatz genommen. Also musste ich erstmal wissen wie Barcelona so ist. Scheinbar war es ganz schön voll und sie war geschafft von der Großstadt und den vielen Menschen und Eindrücken.
Als wir so quatschen kam noch ein anderer bikepacker dazu. Aus Berlin. Er ist auf dem Weg nach Valencia und macht scheinbar zwischen 120 und 150km pro Tag. Das ist für mich unvorstellbar. Das ist auch einfach nicht die Art, wie ich meine Reise machen will. Der hat dann noch von Marokko erzählt und das er da mal einen Hund abstechen musste, weil der sich in seine Hose verbissen hatte und er ihn sonst nicht losgeworden wäre. Echt hart. Geil fand er es aber auch nicht. Dann hat er noch Geschichten aus Südamerika erzählt und so. Im Gespräch über Fahrräder sind wir auch auf Pannen und so gekommen und zufällig hat er die gleiche Scheibenbremse wie ich. Er hatte noch ein paar reserve Bremsbacken, die er mir für ein paar Euros verkaufte. Jetzt hab ich sogar Reserve Bremsbacken dabei. Ich bin dann früh ins Bett gegangen, so gegen 21:00, aber vor 1 habe ich nicht geschafft einzuschlafen. Morgen klingelt der Wecker um 6:30 und um 7 soll’s losgehen Richtung Bahnhof. Ich bin gespannt wie das Sketchen so wird.

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