Aufgewacht bin ich wie immer das erste Mal um 6:00. Ich hab mich wieder umgedreht. Irgendwann trainiere ich mir das noch ab immer mitten in der Nacht aufzuwachen. Es kam ein ganzer Bus voll Menschen mit Fotoapparaten um Vögel zu fotografieren. Echt spannend was es alles für hobbies gibt. Mir fallen 100 spannendere Fotomotive ein als Vögel. Aber gut das nicht jeder ist wie ich. Sonst hätte ich keine ruhe auf meiner Reise, weil alle so reisen würden.

Auf dem Weg zur Ostküste habe ich das erste Mal Regen abbekommen. Es war nicht wirklich viel, aber genug das ich anfing zu frieren und meine flipflops gegen Socken und Schuhe tauschen musste. Außerdem die Regenjacke und regenhose anziehen. Am liebsten hätte ich noch Fahrradhandschuhe angezogen aber ich wusste das Vergangenheitsjan die in eine Tasche ganz unten reingeschrieben hatte…

Ich machte mich auf den Weg zu einem Supermarkt. Weil ich noch nicht mal Frühstück gegessen hatte weil ichnichts zum essen da hatte wurde ich schon ganz schlecht drauf und als ich einen Supermarkt fand und mein Fahrrad von 3l Wasser, 1l Spiritus, 1kg Joghurt und essenskram gleich gefühlt eine tonne schwerer wurde, stieg die Laune nicht wirklich. Ich beschloss mir einen Shelter zu suchen der auf dem Weg liegt und Pause, oder sogar Schluss für heute zu machen. Der war wieder wunderschön und an einem See gelegen. Nach einer etwas schwierigen Anfahrt, wo ich auf einer kleinen Holzbrücke über mein Fahrrad klettern musste und es von vor dem Vorderrad aus hochheben musste, weil die Brücke zu schmal war, erreichte ich, nach ein paar Meter steile Berge hochschieben, das shelter.

Nachdem ich gefrühstückt hatte, sah ich das es erst 14:00 war und beschloss doch noch weiter zu fahren. Als ich abends bei der Stelle ankam, die mir den Tag vorher empfohlen wurde, sah ich das es ein shelter gab, was aber besetzt war mit vielen Menschen. Ich bin also ohne anhalten weiter gefahren und hab mein Zelt direkt am Meer aufgebaut. Die erste Nacht im Zelt. Ich kann gar nicht fassen das es erst mein dritter schwedentag war. Ich hab mehr erlebt als sonst in einem Monat.

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2025_05_17

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