03.10.2025 – Tag 133
Als ich heute morgen aufgestanden bin, kam direkt der niedliche Hund wieder und wollte spielen. Es wirkte so als wenn er nur auf die ersten Menschen gewartet hat, die aufstehen und mit ihm spielen. Ich glaube der gehört zu dem Campingplatz und streunert hier so Rum. Ich habe ein bisschen stöckchen geworfen und mich dann langsam ans Frühstück gemacht. Girmi war inzwischen auch wach und wir hängen unsere nassen Sachen über den Zaun vom Swimmingpool. Als wir fast abreisebereit waren, hat er gefragt ob ich Interesse daran hätte, die Burg anzusehen die hier direkt war. Das hatte ich nicht, aber ich hab ihm gesagt das ich statt dessen gern ein bisschen chillen und auf ihn warten würde. Er ist also losgezogen und ich habe erstmal Jacky angerufen. Nach kurzer Zeit kam er zurück und meinte das er seinen eBook Reader sucht. Die Burg war wohl zu teuer und außerdem sollte die Führung über eine Stunde dauern. Er war etwas in Eile wegen dem Reader. Ich packte also schnell alles aufs Fahrrad und wir radelten da hin, wo wir uns gestern von den anderen verabschiedet haben. Zum Glück war der Reader noch da und lag im Gras. Auf Grund der braunen Hülle war er wohl niemandem aufgefallen. Der Tag war also wieder super, alles war gut und wir fuhren wieder auf der via Rhona. Die Landschaft ist irgendwie wieder langweiliger geworden. Es gab keine Berge mehr und es sah auch nicht mehr so wirklich mediterran aus. Es war mehr eine Platte Küstenlandschaft. Auf Grund des guten Weges konnten wir aber schnell Kilometer machen. Es ging die ganze Zeit nur geradeaus und am Streckenrand änderte sich auch nicht. Schildpflanzen, ein bisschen Heide und Gräser. Nach einer ganzen Weile sind wir dann am Supermarkt Ran und haben uns essen gekauft. Danach war es wieder wie bei mir als ich das letzte Mal hangry wurde. Kilometer weit keine Bank und auch nicht viel Gras am Wegestand. Außerdem super wenig Schatten. Weil wir aber irgendwann zu hungrig wurden hielten wir irgendwo, wo man zumindest ein bisschen Schatten hatte, ich packte meinen campingstuhl aus und wir aßen. Als wir weiterfuhren entdeckte Girmi auf dem Weg eine große grüne Gottesanbeterin, wie sie eine braune bei lebendigem Leib aß. Keine Ahnung warum die das machen und noch beeindruckender das es gleich zwei waren, wo man sonst ja nicht Mal eine zu sehen bekommt. Nachdem wir ein bisschen bei dem Kannibalismus zugesehen hatten, fuhren wir weiter. Die Landschaft wurde nicht schöner aber es war spürbar, das wir in der Nähe vom Meer waren. Die Luft roch danach und die Landschaft sah halt aus wie eine Küstenlandschaft. Meins ist das nicht so, aber da muss man halt auch Mal durch. Irgendwann kamen wir dann an eine Fähre. Richtig cool war, das die für Fahrräder kostenlos war. Auf der anderen Seite wirkte es irgendwie wie eine kleine miniinsel. Es gab einen kleinen Marktplatz, wie wir später rausfanden und eine Bäckerei, aber viel außer Wohnhäuser, dem Campingplatz und einem Mini Dorfkern gab es hier nicht. Der Campingplatz war allerdings super schön. Er hatte sogar einen Swimmingpool der geöffnet hatte und sehr kalt war. Wir waren heute ziemlich genau 60km gefahren. Und langsam habe ich das Gefühl das ich echt Mal wieder Lust auf eine echte Pause habe. Nicht 60km statt 80. Ich bin im Gegensatz zu den anderen nicht in Eile und ich genieße auch sehr die ruhigen Tage. Aber es hindert mich ja niemand daran, das in der nächsten Zeit wieder voll auszukosten. Ich bin ja auch froh, das ich mit den anderen mal wieder richtig im flow war und schön weit in den Süden gekommen bin und genau so war das ja auch geplant. Heute Abend haben wir dann außer Einkaufen und Couscous zum Abendbrot kochen nichts mehr gemacht. Ich bin danach dann total müde ins Bett gefallen und habe noch ein bisschen mit Jacky telefoniert.

