23.09.2025 – Tag 123
Heute mussten wir mal kein Zelt abbauen. Nur Frühstücken. Dafür mussten wir aber natürlich noch die Wohnung leer räumen und unsere Fahrräder packen. Dafür hatten wir bis 11 Zeit. Um kurz nach 10 stand die Putzfrau für die Endreinigung vor der Tür. Schon ein bisschen nervig, aber wir haben uns trotzdem nicht aus der Ruhe bringen lassen und zuende zusammengepackt. Dafür haben wir dann aber nicht mehr gesaugt oder durchgefegt. Selber schuld. als wir die Bikes rausgeschoben haben, haben wir schon gemerkt das es sehr stark abgekühlt war. Es war wie vorhergesagt um über 10°C abgekühlt. Top Temperatur 14°C, mindest 11°C. Das merkten wir auch beim fahren. Dörte holte sich ihren Halsschlauch raus, wir hatten beide longsleeves an und ich hab mich ein bisschen geärgert, das ich meine Handschuhe nicht griffbereit hatte. Kurze Hose musste trotzdem sein. Bei uns beiden. Wir fuhren heute die ganze Zeit am Kanal lang. Es war durchgehend grau und ungemütlich. Richtig Doll geregnet hat es aber komischerweise trotzdem den ganzen Tag nicht. Nur ein paar Mal ein bisschen Nieselregen. Und eine Phase mit Regen, wo wir unsere Regenjacken angezogen haben, um nicht auszukühlen. Nach knapp 30 Höhenmetern und knapp 40km kamen wir auf dem Campingplatz an. Ein günstiger municipal an einer Schule. Der Platz war aber trotzdem gemütlich und wir hatten ja wie gesagt Glück mit dem Wetter. Der Boden war sogar Recht trocken und wir könnten an einer Tisch bank kombination sitzen. Also haben wir unser Zelt auch neben dem Tisch aufgebaut. Leider ist uns beim Aufbau vom Zelt die Zeltstange, die schon gebrochen war noch einmal gebrochen, weil Dörte sie ungünstig auseinandergezogen hat als sie sie durch die Führung schieben wollte. Ein bisschen Panzertape und die Reparaturhülse neu drüber und es war erstmal wieder gefixed. Nachdem das Zelt aufgebaut war mussten wir erstmal was einkaufen. Es gab einen Spar Markt auf unserer Flussseite ca. 5km entfernt oder einen großen e Leclerc, Luftlinie 100m, aber da er auf der anderen Uferseite lag, Fahrtweg ca. 15km… Nachdem wir aus dem Spar wieder raus waren, sahen wir schon ein Bikepacking Fahrrad. Der Fahrer hat uns schon im Spar zugenickt und wir trafen ihn dann tatsächlich auf unserem kleinen Campingplatz wieder. Ein Franzose, der ganz gut Englisch sprach. Er war auf dem Weg in die Provence. Später kam noch ein anderer mit einem Mini Zelt. Sah von der Form und Größe ein bisschen aus wie ein Sarg aus Stoff. Er hat uns später angesprochen. Als er sich mit dem Franzosen auf Englisch unterhielt war uns sofort klar daß es ein deutscher war. Es stellte sich raus das er auch große Probleme mit Platten reifen hatte. Er hatte scheinbar überhaupt keine Ahnung von Fahrrädern und hatte erst seinen Hinterreifen mit seinen Autoventilen so hart aufgepustet der Schlauch geplatzt ist und danach hatte er sich was in den Vorderreifen reingefahren und daraufhin bei einer Werkstatt komplett einen neuen mantel plus Schlauch gekauft nachdem er es einmal vergeblich versucht hatte zu flicken. Jetzt Fragte er nach einer Pumpe und wo unsere für sein Ventil nicht ging, fragte er ob ich mit seiner den Reifen ein bisschen fester aufpumpen kann. Er hatte wohl Angst, weil beim Raufschrauben der Pumpe aufs Ventil kurz Luft rausging. Ansonsten war er aber cool drauf. Ein Berliner, der gerade auf’m Weg nach Barcelona ist. Cooles Projekt. Naja. Wir haben den Abend dann noch ein bisschen gechillt, unseren brotkram gegessen und uns überlebt, das es keinen Sinn macht noch eine Zwischenstation vor Lyon einzulegen. Wir wollten also noch eine Nacht dranhängen und morgen nochmal ein bisschen ausruhen. Ich habe meinen Ausschlag abends nochmal in Ruhe angesehen und freute mich, das er langsam wieder weggeht. Nachdem er letztes Mal aber auch genauso schnell wiederkam und ich nicht weiß warum, werde ich aber auf jeden Fall noch vorsichtig sein.

