22.11.2025 – Tag 183

Heute Nacht ist wieder entspannt gewesen. Ich hab ganz gut geschlafen und es war auch ne Recht ruhige Nacht. Bis auf ein paar Autos die Abends noch da rumgefahren sind. Ich bin morgens noch Recht lang im Schlafsack geblieben, weil es wieder echt kalt war, aber ich bin trotzdem vor Sonnenaufgang gegen 7:30 aufgestanden und habe alles zusammengepackt. Gegen kurz nach 8 saß ich dann mit gepacktem Fahrrad am Tisch und hab mir Frühstück gemacht. Schon praktisch, wenn man auf einer Picknickfläche zeltet. Zeitlich wäre es auch scheinbar gut getimed, weil genau in dem Moment wo ich mein Fahrrad abgestellt hatte ein Typ kam, der irgendwas an den Sanitäranlagen gemacht hat. Scheinbar der zuständige für den Platz. Beim Frühstück hatte ich wieder Besuch von der kleinen Babykatze, die scheinbar Hunger hatte und so laut sie konnte gemauzt hat. Zufällig hatte ich ja noch ein bisschen Putenaufschnitt, den die sicher dringender brauchte als ich. Dann kamen auch noch 2 kleine streunende Hunde die mich ganz lieb ansahen. Tatsächlich mal welche die nicht klefften. Die Taten mir auch voll leid also blieb für mich nichts vom Aufschnitt über. Die Strecke war heute wenig aufregend. Das es die ganze Zeit Bergauf ging brauche ich ja inzwischen nicht mehr erwähnen. Das einzige aufregende war das ich mich Mal mit 2 Motorradcops unterhalten konnte, von denen der eine zum Glück gut Englisch konnte. Sie hatten mich angehalten, weil ich keinen Helm auf hatte und mit meinem Headset mit Jacky telefoniert habe. Beides durfte ich nicht. Das mit dem Helm war mir ja klar, aber das mit dem Headset war mir neu. Nachdem ich die Kopfhörer weggepackt und den Helm aufgesetzt hatte, waren die zufrieden und ich konnte weiter fahren. Bei der Aktion hatte ich beinahe meine Handschuhe verloren, weil ich die nur oben auf meine Fahrradtaschen gelegt und dort vergessen hatte. Sie sind dann ein paar Kilometer auf der Tasche mitgefahren. Ohne Handschuhe wäre ich bei den morgendlichen Temperaturen verloren. Glück gehabt. Nachmittags hieß es dann wieder Schlafplatz suchen und zum Glück hatte ich schnell etwas gefunden. Ein Recht abgelegener Platz. Leider auf dem höchsten Berg in einer Stadt gelegen. Hätte ich das gewusst, hätte ich es mir wohl nochmal überlegt, aber so hab ich mich ganz am Ende nochmal die starken Steigungen hochgequält. Oben hab ich mich sehr gewundert, weil ich nicht wie sonst der einzige war. Da waren jede Menge Spanische campingvans und Jugendliche mit Cross Motorrädern. Spanier mit Campern bei den Temperaturen? Irgendwas musste da los sein. Also bin ich erstmal hin und hab die gefragt. Und auch ob man hier wohl ein Zelt hinstellen kann. Die Antwort war, das es gar kein Problem ist, solange es für mich kein Problem ist. Es ist nämlich in diesem Gemäuer, (El Coto Las Canteras) was normalerweise ein Museum ist heute ein Techno Festival. Da musste ich nicht lange überlegen und bin sogar nochmal den Berg runter und hoch um Geld und ein paar Bier zu holen. Die Abwechslung die ich mir schon mal wieder gewünscht hatte, kam also schneller als ich dachte. Ich hab ein bisschen in der Sonne gechillt, mich dann umgezogen und mein Bier getrunken und dann ging es los. Ticket gekauft und Party. Ich bin den Abend mit echt vielen Leuten ins Gespräch gekommen. Manchmal ein bisschen auf spanisch aber meist auf Englisch. Die konnten mir kaum glauben das ich aus Deutschland hergeradelt bin und dann noch an diesen verlassenen Ort und jetzt große Acts aus Malaga und Sevillia miterlebte. Die Leute sind teilweise echt weit gefahren um die Gruppen zu sehen, aber keiner so weit wie ich und auch keiner auf dem Fahrrad. Nachher hab ich immer mit verschieden Gruppen rumgehangen und echt viel getrunken und getanzt. Das war echt ein cooler Abend und irgendwie hab ich den Kontakt mit Menschen auch echt Mal wieder dringend gebraucht. Ich glaube die Komponente fehlt mir auf meiner Reise mehr als ich gedacht habe. Manchmal wir es wirklich nochmal eine ganze Ecke schöner mit Menschen.

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