24.11.2025 – Tag 185

Heute morgen war ich schon so halb wach, aber da die Sonne noch nicht aufgegangen war und ich nicht im dunklen aufbauen wollte, bin ich noch liegen geblieben. Um kurz vor 8 ist dann aber irgendein Trecker mit klapprigem Anhänger ganz dicht an meinem Zelt vorbei gefahren. Krass das die Bauern hier auch schon so früh aufstehen und in der Dunkelheit auf ihrem Feld arbeiten. Ich bin also sofort hoch und habe so schnell ich konnte alles eingepackt und hab das Fahrrad fertig gemacht. Dann natürlich so schnell es geht los. Noch mit kopflampe auf dem Kopf bin ich vom Berg runter und durch die Matschigen Wege, die ich noch vom vorabend kannte. An der Seite neben dem Weg glimmte noch irgendwas, das aussah, als wenn hier irgendwer ein Lagerfeuer gemacht hatte. Kurz vor der Straße habe ich nochmal zu meiner Schlafstelle geschaut und da lief gerade auch jemand mit kopflampe Rum. Ob sie mich verscheuchen wollten, oder warnen, das sie jetzt hier arbeiten werde ich nie erfahren. Lesenfalls war ich schnell genug weg und so früh wie noch nie auf dem Fahrrad. Es war ca. 7:30. Ich habe mich dann erstmal auf einen Spielplatz mit Bänken gesetzt und mich sortiert. Wo konnte man einen Kaffee bekommen und besonders wie verläuft der weitere Weg.
Als erstes kam raus das die Strecke viel länger ist als erwartet. Ich dachte ja das ich über Trampelpfade in etwa 30km nach Sevilla komme. War natürlich statt dessen knapp 70 und es gab auch kaum einen Unterschied in der Strecke zwischen Offroad und Landstraßen. Also erstmal einen Kaffee holen, ein bisschen aufwärmen und dann ging es auf die Straße. Ich wollte nur noch ankommen, aber ich hatte meine Rechnung ohne die spanischen berge gemacht. Ich hatte noch eine ganze Ecke zu fahren wo es hauptsächlich aufwärts ging und dann kam ich an eine kleine Bergkette, wo ich auch noch hoch musste. In dem Moment begann natürlich auch noch starker Wind und Nieselregen, der mir durch den wind direkt ins Gesicht regnete. Ich fuhr weiter den Kamm der Bergkette und es ging hügelig hoch und runter. Es kam mir ewig vor. Auf dem Weg habe ich 2 mal versucht bei einem Burgerking was zu essen, aber beide hatten nicht auf. Dann halt kein Burgerking. Irgedwann hatte der Berg dann aber auch ein Ende und ich konnte zumindest merken, das es jetzt tendenziell bergab geht.
Den ganzen Tag gab es nur mega graues Wetter und kaum Sonne. Aber lieber jetzt, als dann in Sevilla. Nachdem ich an Höhe verloren hatte und langsam auf eine große Zubringerstraße nach Sevilla fuhr, war ich total kaputt und so genervt von den Autos, das ich bei einem Lidl erstmal anhielt um vielleicht ein bisschen weniger Stress zu haben. Bei einem Lidl. Hat natürlich nicht geklappt, weil drin laut irgendeine nervige Musik lief.
Nach dem Lidl versuchte ich so schnell ich konnte von dieser Schnellstraße wegzukommen. Auch wenn das ein Umweg bedeutet, aber ich konnte diese stressigen autos und den Verkehr nicht mehr aushalten. Dann kam ich erstmal durch die obligatorischen hässlichen Außenbezirke. Nach einer ganzen Weile kam ich dann mehr ins Zentrum und hier war es viel schöner.
Das Hostel war auch in einer echt tollen Lage und direkt im Zentrum. Nachdem ich alles im Zimmer und das Fahrrad im Mini innenhof verstaut hatte, bin ich dann erstmal Einkaufen gegangen und hab dabei mein Viertel ein bisschen angesehen. Es kam mir ein bisschen wie Schanzenviertel in Hamburg vor nur mit noch mit mehr kleinen Shops, die sehr liebevoll und noch in kleinem Familienbesitz sind. Nachdem ich zurück kam, hab ich mir noch ein geiles Essen gekocht und hab nur noch das Zelt im Innenhof ausgebreitet und meine Isomatte und Schlafsack zum Lüften in meine Bettschublade gelegt.

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