Es ist ein komisches Gefühl, wenn man nach so vielen schönen Momenten und viel Sonne aufwacht und es aufs Zelt prasselt. Und damit meine ich nicht nieseln, sondern richtiger Regen. Na gut. Vorher bin ich schon mal von meinem Wecker aufgewacht, so gegen 4, weil ich den Sonnenaufgang sehen wollte, aber es war schon hell und vom Sonnenaufgang konnte man wegen grauen Wolken auch nix sehen. Jetzt war es 8 und ich überlegte, was ich mache.

Es gab mehrere Optionen:

  1. Einfach den Tag im Zelt bleiben und warten bis der Tag vorbei ist. Morgen soll es besser werden
  2. Zusammenpacken und zu einem Shelter fahren
  3. Den schlechten Tag nutzen um bei einem Campingplatz zu Duschen und so viele Akkus wie möglich zu laden.

Ich hab mich für Option 3 entschieden. Ein bezahlbaren Campingplatz war so 30km entfernt in Kristianstad. Auf dem Weg hat es die ganze Zeit geregnet. Ich bin aber hauptsächlich fern ab der Straße gefahren. Wobei ich was geiles entdeckt habe.

Ansonsten das übliche Bild. Natur und Feldwege. Gefällt mir sehr gut und trotz Regen ist dann irgendwie mit lauter Musik auf den Ohren und lautem mitsingen gute Stimmung aufgekommen.

Bei meiner Ankunft am Campingplatz war es kurz trocken so das ich wenigstens im trockenen aufbauen konnte. Der Platzwart war sehr nett und hat mir sogar Bonschi in einem goldenen Tütchen geschenkt. Sehr cool. Nach dem Duschen und kochen bin ich noch zum Geschäft spaziert und habe sogar meine lieblings Chinanudeln bekommen. Auch geil das man in Schweden am Sonntag einkaufen kann. Den Abend habe ich eigentlich komplett mit Sachen organisieren verbracht. Einen Versicherungsfall abwickeln, einen zweiten Ladeadapter bestellen und meine kram versuchen zu laden.

Damit komme ich noch auf einen Gedanken, den ich bei der Fahrt hatte. Ich will in nächster Zeit mal 2 Tage komplett auf elektronische Geräte verzichten. Bis auf mein Navi und ne Lampe. Also keine Musik, kein Handy und kein Tablet. Mal schauen wie sich das anfühlt. Es ist schon nervig immer abhängig von Lademöglichkeiten und Geräten zu sein. Mal ausprobieren was diese Freiheit und der Minimalismus mit mir macht.

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2025_05_18

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