17.07.2025 – Tag 58

Heute ging der Tag irgendwie schon mit einem total komischen Gefühl los. Ich hab mich irgendwie verloren und total traurig gefühlt. Ich glaub das lag daran das ich jetzt wieder auf mich gestellt bin und weil ich heute nur 45km geplant hatte. Ich bin gegen 10 schon auf meinem Fahrrad gewesen und hab mir gedacht das ich schon sehr früh ankomme, wenn ich durchziehe. Ich bin erstmal durch einen Park an einem Fluss lang gefahren und bin dieses doofe Gefühl einfach nicht losgeworden. Die Übernachtung war das erste Mal bei 1-nite-tent geplant und da wusste ich ja auch nicht was ich machen soll, wenn ich schon um 15 Uhr ankomme. Nachdem ich auf einem Supermarkt Parkplatz meine Kirschen und Brot gefrühstückt habe, hab ich ein Café gesehen. Etwas ungemütlich und in einem Rewe, aber ich dachte mir, dass ich heute Mal ein bisschen ruhig machen werde und mir ein schönes Café suche. Da wurde mein komisches Bauchgefühl schon besser und ich habe mich direkt besser gefühlt. Also bin ich erstmal weiter gefahren und hab mir ein Café auf dem weg rausgesucht. Es gab eins was sogar ganz gemütlich aussah. Das Café Zauberhafte LebenZart. Es war kurz vor meinem Ziel und ich dachte das ich mir Mal wieder Zeit zum Malen nehmen könnte und vielleicht ein bisschen in meinem neuen Spanischen Buch lesen könnte. Kurz bevor ich dort ankam setzte auch leichter Regen ein. Ich setzte mich also erstmal rein und bestellte mir einen Cappuccino. Es war wirklich schön und gemütlich eingerichtet. Es gab dort auch viele Sachen zu kaufen. Kunst und alles mögliche andere. Nach meinem Cappuccino zog ich dann um nach draußen. Die hatten einen schönen Außenbereich mit überdachten Sitzecken. Dort habe ich dann noch ein bisschen gemalt und ein paar Alkoholfreie hefeweizen getrunken. Der Regen war wieder weg und es war sogar ein bisschen warm. Vielleicht muss ich sowas wieder öfter machen. Bei dem ganzen schlechten Wetter fällt mir das genießen und entspannen nur oft schwer und die langen Etappen waren auch nicht so ideal dafür. Schlechte Wettertage sind halt auch immer Streckentage. Die Leute die hier arbeiten waren auch total lieb und am Ende wollten sie auch noch meine Internetseite haben, weil ihn mein bepacktes Bike aufgefallen war. Liebe Grüße, falls ihr das jetzt lest.
Das letzte Stück war schnell gefahren. Es wirkte schon ein bisschen mehr wie Holland. Die Windmühlen- und Blumenplantagendichte wurde höher. Am Ende kam ich bei einem Haus in der Nähe vom Idasee an. Als ich ankam saß Reinhard (der Gastgeber) schon im Garten und hat erstmal ein Bier mit mir getrunken. Er meinte es sollen noch 2 mitm Fahrrad kommen. Nach ein paar Minuten rollen die auch in den Garten. Petra und Daniel. Die beiden waren auch super nett und wir haben uns alle über unsere Reiseerfahrungen und die Fahrräder Unterhalten. Nebenbei haben die mir die Petra und Daniel auch noch ein paar Anlaufstellen für Übernachtungen in Holland und Belgien gesagt. Mega cool. Dann brauche ich mir schon Mal nicht so viele Gedanken machen. Am Abend hab ich mir dann noch Frikadellen und Kartoffelsalat vom Supermarkt geholt und wir haben zusammen gegessen. Der Tag hat mich Mal wieder positiv überrascht. Es war zwar den ganzen Tag grau, aber blieb wenigstens trocken und ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Kurz vorm schlafen konnte ich sogar noch duschen und morgen früh soll es wohl sogar Brötchen und ein gemeinsames Frühstück geben. Achja. Und eine orange Katze war auch hier, die etwas frech und verrückt ist. Mega niedlich. Ich bin mal gespannt auf morgen. Da wird wieder eine Grenze überquert und ich lande auf einem Biohof, wo ich einen Tag meine Hilfe angeboten habe. Dort werde ich also 2 Nächte bleiben. Das klingt doch schonmal nach einem guten Start in Holland.

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