13.09.2025 – Tag 113

Heute war der Dijon Tag. Also haben wir erstmal so gut es ging ausgeschlafen. Das sagen ich so, weil ich ja immer gegen halb 8 aufwache und dann nicht wieder weiterschlafen kann. Wir haben in aller Ruhe gefrühstückt. Zum Glück gab es ja einen großen pavillion als Unterstand. Danach haben wir unsere Sachen gepackt und sind los gefahren. Wir mussten wieder durch den Teil, wo ich auch gestern schon durchgefahren bin. Nur nicht mit Feierabendverkehr. Ich habe mich ein bisschen gewundert, dass Dörte die Wegesituation überhaupt nicht so schlimm empfunden hat, wie ich. Wir wollten als erstes in 2 outdoorläden, die wir rausgesucht hatten. Ich war immer noch auf der Suche nach einer bezahlbaren zeltlampe. Der erste stellte sich ehr als Klamotten laden heraus. Auf der anderen Seite der Straße sah ich aber einen coolen Bücherladen. Dörte sagte aber das der 2. Outdoorladen gleich schließt, also sind wir lieber erstmal dahin gefahren. Das war ein kleiner Laden mit wenig Artikeln, der ehr auf Bergsteigen ausgelegt war. Die hatten zwar zwei Lampen, aber die eine war zu groß und die andere zu teuer für das was sie kann. Also sind wir wieder losgefahren. Als nächstes sind wir in einen Bücherladen, der auch cool war. Im Untergeschoss dachte ich, dass ich träume. Der ganze Keller war voll mit Comics, grafic novels und Mangas. Mangas sind nicht so meins, aber ich liebe gut gezeichnete Comics und grafic novels. Ich glaube wenn ich irgendwann etwas sammeln sollte, dann sind es Comics. Gute Comics bekommt man ja in Deutschland auch nirgendwo. Oder ich habe die richtigen laden nur noch nicht gefunden. Hier habe ich dann festgestellt, das fast jeder Bücherladen so einen riesigen Bereich mit Comics hat. Mega geil. Nur doof das ich die alle nicht lesen kann, weil die natürlich auf französisch sind. Jacky hat mir später gesagt, das die Comicszene in Frankreich auch riesig ist und viele Künstler die Comics zeichnen in Frankreich wohnen. Naja. Nachdem wir aus dem Laden waren ging es dann auf die Suche nach einem schönen gemütlichen Café. Nachdem wir ein paar angesteuert hatten, die uns nicht gefielen und ich schon langsam quengelig wurde, weil ich uns schon den ganzen Tag nur Suchender weise durch die Stadt fahren gesehen habe, fanden wir ein richtig schönes. Das hatte einen oberen Bereich mit alles unterschiedlichen Tischen und Stühlen. Es gab sogar so Ohrensessel und so. Da haben wir uns an einen Tisch gesetzt wo ich dann ein paar Gingerbeer getrunken habe und Dörte sogar Hafercappuccino bekommen hat. Dabei habe ich die ganze Zeit gemalt und Dörte hat gelesen. Richtig entspannt.
Nachdem wir aus dem Café raus sind, haben wir wieder eine Apotheke für Dörte gesucht und einen Supermarkt um uns noch was zu essen zu holen. Dazu mussten wir nochmal durch die ganze Altstadt. Die war extrem voll mit Menschen und es waren mehrere Flohmärkte, oder was auch immer die da gemacht haben. Wir konnten teilweise nicht Mal schiebend mit unseren Bikes durchkommen. Das war hart nervig. Die innenstadt war sehr prunkvoll gebaut mit Marmor an den Wänden und so. Die perfekte Umgebung für Touristengruppen, die hier auch in großen Menschentrauben durchgeschleust wurden. Es gab Kirchen und Innenhöfe, Museen und irgendwelche galerien mit alter kunst. Wir waren froh als wir hier wieder raus waren. Was aber mega cool war, ist das wir unterwegs noch einen schönen Messershop gefunden haben. Hier gab’s echt viele hochwertige messer. Sogar originale laguiole Messer für mehrere 100€. Aber auch Dolche oder butterfly messer. Die Franzosen haben scheinbar nicht so schwachsinnige Messergesetze wie die Deutschen. Es nützt doch niemandem, wenn man der ganzen bevölkerung verbietet ein schweizer Taschenmesser zu tragen um Attentate zu verhindern. Als wenn die Attentäter dann sagen „oh nein, das Messer darf ich nicht mitnehmen. Ich lasse es dann doch lieber mit dem Attentat“. Statt dessen werden alle Menschen, die Mal im Wald was schnitzen wollen kriminalisiert. Naja. Anderes Thema. Ich habe dort jedenfalls ein Old Bear Messer bekommen. Dieses mal in rostfreiem Stahl. Das andere in Carbonstahl war inzwischen angelaufen und ließ sich nicht mehr öffnen. Das passiert jetzt hoffentlich nicht mehr und ich habe wieder ein sauscharfes Messer um Obst zu schneiden. Wir sind dann nach Hause gefahren, haben uns essen gemacht, mit einem tollen neuen Messer und sind dann schlafen gegangen.

2 Kommentare

Na, das ist ja mal eine riesige Auswahl an Büchern und Heften.
Die Stadt ist ja echt ganz hübsch. Aber da ganz schön voll.
Habt ihr euch auch ein kleines Glas Dijonsenf geholt. Der ist sehr scharf.
Wir wünschen euch weiter eine schöne Zeit.
Hdggggdl

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