Das Gepäck

Das Gepäck zu wählen finde ich nicht einfach. Ich habe es schon oft erlebt, dass ich auf Reisen etwas zurück nach Hause geschickt habe. Das ist von etwas zu wenig hatte, kam eigentlich noch nie vor. Auf meiner Ingolstadt-Wendland Reise habe ich nur einmal fast alle klamotten gewechselt gegen andere, aber dazu kommt im Klamotten-Bereich noch mehr. 

Es gilt also bei dieser Reise von allem so wenig wie möglich einzupacken um Gewicht und unnötige Packmaße zu vermeiden.

Auch wenn es auf dem folgenden Bild nicht so aussieht, als hätte ich meinen Minimalismus-Vorsatz eingehalten, kann man hier alles sehen, was ich zu Beginn der Reies dabei habe. In meinen Augen lässt sich hier nicht mehr viel reduzieren. Alles Gepäck zusammen wiegt ca. 25kg.

Klamotten

Bei den Klamotten gibt es zwei punkte zu beachten, über die ich selber schon schmerzlich gestolpert bin.

  1. Man darf nicht packen wie bei einem Urlaub, wo man für die entsprechende Anzahl an Tagen auch Unterwäsche und so einpackt. Mit dem Fahrrad ist das Packlimit sonst ganz schnell erreicht. Es ist ja so das es unterwegs auch immer mal wieder die Möglichkeit zum Waschen gibt.
  2. Es ist extrem Wichtig das man sich überlegt WAS für Wäsche man sich einpackt. Als ich von Ingolstadt ins Wendland gefahren bin hatte ich quasi nur Baumwolle und dann auch noch viel zu viel kram. Das führte dazu das die klamotten sich mit Schweiß und Regen volgesaugt haben und einfach nicht mehr trocknen wollten. Ich bin also mit einem kalten, nassen, schwerem Sack Wäsche gefahren. Ich bin dazu noch im Herbst gefahren und es regnete was durchgehend. Ich bin dann irgendwann in ein Geschäft und habe mir Funktionskleidung geholt und die nassen schweren Sachen zurückgeschickt. Funktionskleidung ist leichter und trocknet viel schneller. und selbst wenn man sie morgend ein bisschen feucht anzieht sind sie nach kurzer fahrzeit trocken. Dazu wird schweiß nach außen transportiert und man fährt nicht den ganzen Tag wie in einen Nassen Lappen gewickelt.

Übernachtung

Das Schlafsetup habe ich schon bei -5°C testet und es funktioniert ohne das ich frieren muss. Gerade zu Anfang meiner Reise in Tschechien kann es nachts noch mal kalt werden und ich werde sicher froh sein das ich es habe. Mal schauen wie es im Sommer wird. Da könnte man sicher noch etwas Platz sparen mit einer nicht ganz so warmen Ausstattung, aber mal schauen was kommt. Was ich sehr geil am Zelt finde ist, das ich es auch ohne Überzelt nutzen kann. Das innenzelt besteht dann bis auf die Bodenwanne nur aus Mückennetz, so das ich in die Sterne schauen kann.

Kochen

Beim Kochen habe ich auf der Reise von Ingolsadt auf jeden Fall sehr viel Verbesserungsbedarf festgestellt. Ich war vorher nur mit dem Trangia Spiritus Brenner und einem Tatonka Topfset unterwegs. Auf den Brenner kam dann ein kleines Metallkreuz um den Topf drauf zu stellen. Platzsparend ist das, aber das ist auch schon alles. Bei dem kleinsten Lüftchen geht die Effizienz des Brenners flöten, so das man ewig warten kann bis Essen warm ist. Das bedeutet auch man muss unmengen an Spiritus verheizen. Außerdem bin ich dazu übergegangen keine extra Metallflasche mehr mitzunehmen um den Spiritus zu transportieren. Der ist leichter, wenn er in der Plasikbuddel bleibt und ich brauche keine zusätzliche Flasche. Am Ende muss ich noch für meine beste Freundin Dörte erwähnen, das ich einen zweiseitigen Schwamm dabei hat, der eine Raue und eine Weiche Seite hat, damit man sehr effektiv abwaschen kann. 🙂

Elektronik

Bei der Elektronik habe ich darauf geachtet, das alles per USB zu laden ist. Ich habe die Möglichkeit meine Powerbank per Nabendynamo bei der Fahrt zu laden. Außerdem hat man ja immer mal wieder die Möglichkeit irgendwo ne Steckdose zu nutzen. Das Tablet habe ich mir gerade neu gekauft, weil ich diesen Blog hier mit Handy nicht schreiben kann und seit ich es habe, genieße ich auch einfach mal darauf einen Film zu schauen, oder ein E-Book zu lesen, das ist auch Gewichtsparender, als Bücher mit mir rumzuschleppen.

Das Navi ist mir ganz wichtig, da ich so 1. vom mobilfunknetz unabhängig bin und 2. kann mein Handy dann für Kommunikation genutzt werden, ohne das der Akku ständig leer ist. Ins navi kommen 2 Batterien, die etwas über einen Tag navigation mitmachen. Es sind lithium Ion akkus in Batterie form, die dann über das USB Ladegerät geladen werden.

Malen

Malen ist mir in letzter Zeit wieder sehr wichtig geworden. Nach einer längeren Pause bin ich wieder dabei. Mal schauen ob ich auch ein bisschen Urbansketching oder so mache. Zur Zeit male ich ehr Menschen und Fantasykram.

Fahrradstuff

Ein bisschen kleinkram fürs Fahrrad wird natürlich auch noch gebraucht. Reifenheber und Flickzeug ist irgendwie gerade nicht auffindbar, aber wird noch besorgt. Kettenschlössen um ne gerissene Kette zu reparieren kommen auch noch, aber die Post lässt auf sich warten. Da das Bike noch recht neu ist, habe ich erstmal keine Ersatzbowdenzüge oder Speichen dabei.

Verschiedenes

Zusätzlich kommen noch verschiedene Dinge mit, von denen ich entweder keine Fotos machen wollte, oder die einfach keine passende Kathegorie haben.

Packtaschen

Die Packtaschen sollen jetzt alles aufnehmen, was ich so an kram dabei habe. Wichtig ist mir auf jeden Fall dabei, das sie meine Sachen auch so trocken wie möglich halten und das tun sie, wie ich schon in einigen Situationen getestet habe, als wirklich starkregen kam. Besonders beeindrucken mich die dünnen Drybags von Ortlieb. Die sind wirklich hauchdünn und wiegen nix, aber ich habe am Ende so ein sicheres Gefühl gehabt, dass ich sie mit nem Gartenschlauch abgesprüht habe, während mein Schlafsack drin war. Echt coole Dinger. Die Rahmentasche unten rechts habe ich neu und muss sie noch testen. Sie kommt zusätzlich zu einer Oberrohrtasche von Rovativ ab. Die Tasche von Rovativ war hat meinen Rahmen zerkratzt und ist nicht optimal, aber mit einer Rahmenschutzfolie sollte dieses Mal alles gut gehen. So kann ich wieder meine Powerbank und Kleinkram da rein tun und während der Fahrt laden. Das System von Ortlieb ist wesentlich geiler und durchdachter. Ich bin gespannt. Die kleinen Drybags sind dazu da kleine Sachen zu organisieren. So kann man sie schneller finden ohne gleich die ganze Tasche auszuleeren.