04.10.2025 – Tag 134
Heute bin ich total müde aufgewacht aber trotzdem schon um 8 aufgestanden. Schlafen ging irgendwie auch nicht mehr und wir wollten ja auch in den Nationalpark um uns dort mal die Natur anzusehen. Es gab also als erstes Frühstück und ganz wichtig: einen Kaffee. Danach ist Girmi auf die Idee gekommen mal Wäsche von Hand zu waschen. Fand ich ganz gut die Idee und habe auch ein paar Sachen rausgeholt, die dreckig waren. Ist vielleicht gar nicht so schlecht mal öfter zu waschen. Ist vielleicht auch ne ganz gute Idee im diesen blöden Ausschlag zu vermeiden. Auf die Idee bin ich gekommen, als ich das Wasser gesehen habe was aus meinen Klamotten kam. Das war nämlich braun und braun ist weder in der Politik noch in der Wäsche gut.
Danach haben wir uns dann ein bisschen Infomaterial zum Nationalpark geholt. Es gab verschiedene routen. Girmi wollte gern eine große Tour machen, weil es ohne Gepäck ja einfach ist. Ich wollte flamingos sehen und eine kleine Tour machen und dann den restlichen Tag relaxen. Wir hatten uns am ende für eine Tour entschieden, bei der ich an einer Stelle zurück kann und wo Girmi dann weiter fahren kann wenn er Lust hat. Guter Kompromiss. Es ging dann erstmal zu dem kleinen sparmarkt. Ein paar Snacks einkaufen und ein bisschen Kram für Sonntag. Dann ging es erstmal einen Straße endlang und dann noch mehr Straße. Also wir durch eine Nebenstraße abkürzen wollten wurden wir von den Anwohnern angemerckert und zurückgepfiffen. Es war scheinbar Privatgelände. Das sahen wir dann auch beim zurückfahren. Da stand ein kleines unscheinbares Schild, das halb in einen Busch eingewachsen war. Nachdem wir zurück auf der Straße waren, ging es dann irgendwann eine Sandstraße entlang. Und es stand ein Schild das uns zeigte das wir jetzt also scheinbar im Nationalpark sind. Den hatte ich mir aber anders vorgestellt. Es war eine reine Küstenlandschaft. Sand und plattes Land überall. Irgendwann sahen wir dann auch die flamingos. Das war ganz cool. Aber außer dieser Flamingos waren kaum Tiere unterwegs. Es gab kaum Schatten und es war windig. Ich weis das es für viele Menschen toll ist und das die diese Landschaft sehr mögen, aber ich bin nicht so der Küstenmensch.
Als wir an der Stelle angekommen waren, die wir auf unserem Plan schon gesehen haben, wollten wir noch was zusammen essen und dann unsere unterschiedlichen Wege fahren. Es gab kein Schatten also hängten wir unsere Handtücher bei einem kleinen Häuschen über ein Geländer und verkrochen uns im Halbschatten. Auf dem Rückweg bin ich dann wege gefahren, die eigentlich wie ein Steg waren. Eine Straße aus Schotter und Sand und rechts und links Meer. Ich kam auch an noch mehr Flamingos vorbei und die Schlaglöcher wurden immer größer. Es kamen mir sogar Autos entgegen die scheinbar noch mehr mit den Schlaglöchern zu tun hatten als ich, weil das umfahren sich natürlich ein bisschen komplizierter gestaltet. Das letzte Stück musste ich dann an der Straße zurückfahren, die wir auch gekommen sind. Auf dem Campingplatz bin ich dann ohne Umwege mit meinem Fahrrad und der vollen Fahrradtasche an den Pool gefahren und erstmal ins Wasser gesprungen. Das war geil. Ab jetzt war chillen angesagt. Ich lag nur faul am Pool Rum und habe ein bisschen geträumt und ein bisschen gemalt.
Als Girmi zurück kam erzählte er mir was er für eine Horrortour hinter sich hatte. Mit steinigem Geröllboden, Sand, eine Straße die plötzlich endete weil ein Teil vom Meer weggeschwemmt wurde, wo er dann weit zurück musste, aber er hatte auch einen geilen Menschenleeren Strand gefunden wo er baden konnte. Das steht auch noch auf meiner To-do-Liste. Abends sind wir dann noch zu einem geilen lokal gegangen um auf unseren Abschied anzustoßen und eine Pizza zu essen. Danach haben wir noch im Restaurant auf dem Campingplatz vorbeigeschaut. Da war eine Live-Band die alle möglich Lieder im country style mit Gitarre und Banjo gecovert hat. Da gab’s dann noch ein paar Cocktails. War mega. Wir waren mit die letzten die gegangen sind.

