Kategorienarchiv: Frankreich

16.10.2025 – Tag 146 Start Richtung Spanien. Ich wusste, dass es noch eine Weile an den französischen Seite an den Pyrenäen entlang geht. Es war schon eine anspruchsvolle Strecke mit vielen Hügel und dann ging es links hoch. Mir war schon klar, das jetzt eine Bergetappe kommt. Da kommt man nicht drumrum und ich mag das ja auch. Es war die ganze Zeit eine ordentliche Steigung. Die Wege waren aber zum Glück gut und asphaltiert.An der Straße tauchten immer wieder Bäume auf die ich nicht kannte und deren Stamm irgendwie komisch aussah. Bis auf ca. 2m Höhe war der Stamm glatt und dünn und dann würde er sehr knorrig. Ich recherchierte und fand raus, dass es korkeichen waren. Die untere Rinde wird für korkgewinnung genutzt. Hab ich vorher auch noch nie gesehen. Die Landschaft wurde immer wilder und ich muss jetzt schon sagen, dass ich die Pyrenäen lieber mag als…

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15.10.2025 – Tag 145 Zum Glück fürs Schreiben, weil ich mich dann kurz halten kann, war heute ein unspektakulärer Tag. Ich bin ziemlich spät losgekommen, weil ich total fertig aufgewacht bin. Dann ging die Reise mit dem neuen Hinterreifen los, der jetzt hoffentlich erstmal nicht mehr geflickt werden muss. Ich würde es mir sehr wünschen. Es ging gleich mit hügeligen Strecken los und immer auf die Pyrenäen zu. Dann führte mich die Euro Velo erstmal ein bisschen ins Landesinnere. Ich wunderte mich erst, aber sah dann, das es wohl dort eine Stelle gibt, wo man zwischen zwei Bergen Durchfahren kann. Wenn man das so nennen kann. Jedenfalls ist der höchste Punkt, den man passieren muss, so niedrig wie möglich. Der Weg dorthin war jedenfalls schon anstrengend genug und als es dann richtig in die Berge gehen sollte, war ich schon gut kaputt und es war schon 16:30. Der schlechte Schlaf…

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14.10.2025 – Tag 144 Nachdem ich in der Nacht ein paar Mal von Regen geweckt wurde, bin ich morgens noch im Zelt geblieben, bis der Schauer vorbei ist. Ich hab ein bisschen den warmen Schlafsack genossen und gemalt. Ich hatte ja keine Eile, weil ich mir überlegt hatte noch eine Nacht zu bleiben. wollte Als es aufgehört hat zu regnen, bin ich dann aufgestanden und habe meinen Kram gepackt. Dann ging es wieder in die Stadt. Heute hatte ich ja geplant noch im anderen großen fahrradladen nach Fahrradmänteln zu schauen. Aber erstmal musste ich feststellen, das die Rezeption Mittagspause gemacht hat. Es war nämlich schon nach 12 als ich los kam. Dann muss ich den eben später sagen das ich noch einen Tag bleibe. In der Stadt musste ich auch feststellen das der Laden noch in der Mittagspause war. So spät war ich nämlich auch noch nicht. Naja. Die Franzosen…

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13.10.2025 – Tag 143 Heute hab ich mal ausgeschlagen und alles entspannt gemacht. Ich hab mir viel Zeit für Frühstück gelassen und mich langsam fertig gemacht. Dann hab ich erstmal die neuen Griffe angebaut. Das ist immer voll cool. Eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber es wertet das Fahrrad doch schon mal mega auf. Danach musste ich zur Rezeption. Ich wollte noch eine Nacht bleiben, weil ich in die Stadt musste um mich für die weitere Strecke vorzubereiten. Auf jeden Fall brauchte ich neue Schläuche und ich wollte am liebsten auch gleich einen neuen Mantel fürs Hinterrad, weil der aktuelle schon überhaut kein Profil mehr hatte. Es ging nach der Rezeption also als erstes zu Decathlon. Wegen den neuen Schläuchen. Dann habe ich mal geschaut, was es noch so zur Lochprävention gibt. Dabei sind mir selbst reparierende Schläuche aufgefallen. Die haben wohl eine Dichtmilch drin, wie es auch in tubeless systemen…

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12.10.2025 – Tag 142 Heute bin ich wieder etwas zerknautscht aufgewacht. Als erstes wollte ich mal los zum Einkaufen. Ich brauchte dringend neues Klopapier. Das haben sie ja auf den Toiletten in Frankreich nie. Und ich wollte noch ein bisschen was für Mittagessen holen. Auf dem Rückweg, nachdem ich gerade mal 4km gefahren bin, merkte ich schon wieder das mein Hinterreifen wieder Luft verliert. Also blieb mir nichts anderes übrig, als das Gepäck, was ich gerade raufgebaut hatte, wieder komplett runter zu nehmen und in der Prallen Sonne an der Straße den Reifen zu flicken. Das doofe war auch, das ich wieder nur noch einen Schlauch in Reserve hatte. Ich wollte also um jeden Preis flicken und nicht schlauch tauschen. Leider hab ich das Loch nicht gefunden und habe einen Flicken auf eine Stelle geklebt die aussah wie ein loch und wo im Mantel ein Dorn gesteckt hat. Es war…

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11.10.2025 – Tag 141 Heute bin ich wieder etwas beruhigter aufgewacht. Die Speichen scheinen zu funktionieren und es kann weiter gehen. Ich hab mir also erstmal einen Kaffee gemacht und dabei festgestellt, das ich wieder meinen Reifen flicken muss. Langsam nervt es extrem. Beim flicken und abbauen, habe ich schräg von meinem Platz eine Hängematte und einen dicken Wanderrucksack gesehen. Spannend. Da dachte ich mir ich geh Mal rüber um Mal mit dem zu schnacken wo’s hin geht. Das war gut und sehr interessant, weil Paul (übrigens auch aus Norddeutschland) auch eine richtig spannende Reise macht. Er hat gerade das Studium fertig und hat sich 9 Monate Auszeit genommen. Hätte ich das mal auch gemacht, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls ist er per Anhalter unterwegs und ist damit schon echt weit gekommen. Innerhalb von ungefähr 2 wochen bis hier, wenn ich das richtig erinnere. Das hat natürlich aber…

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10.10.2025 – Tag 140 Der morgen startete wie so oft mit Frühstück. Ich pflückte mir einen Granatapfel von dem Baum der direkt neben meinem Zelt stand. Der schmeckte mega gut. Dazu gab’s Müsli. Danach ging es mal wieder ans Wäsche Waschen. Per Hand und dann ging es mit meinem neuen Hobby weiter: Reifenkosmetik. Mein Vorderer Reifen war wieder platt, also sah ich mir nicht nur den Schlauch und Mantel dort an wo das Loch war, sondern ich untersuchte meinen gesamten Mantel mal genauer. Allein im Vorderreifen fand ich 5 Dornen, von denen nur einer zu dem neuen Loch geführt hatte. Ein Blick auf den Hinterreifen zeige nochmal 3 Dornen, die zum Glück alle nicht durchgegangen waren. Einer davon wieder sind fieses Ding, was aussah wie eine von der Natur produzierte Reißzwecke. Würde gern Mal wissen welche Pflanze so fiese Dinger abwirft. Danach ging es wieder ans flicken. Als ich endlich…

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09.10.2025 – Tag 139 Die Nacht in der Hängematte war so mittel gut. Ich habe schon ne ganze Menge Schlaf bekommen aber dieser nervige Rauch nach glimmendem Holz hat mir schon ein bisschen die Nacht versaut.Am Morgen bin ich dann von Schüssen geweckt worden. Sie waren schon noch ne Ecke entfernt und ich kann verstehen, das es Spaß macht rumzuballern, aber es war halt auch zu laut um weiterzuschlafen. Ich weiß nicht genau was es war, weil ich mich da auch nicht auskenne, aber es war schon eine scharfe Waffe. Ich bin also aus meiner Hängematte raus und hab mir erstmal einen Kaffee gemacht. Dann habe ich mal ganz anders al sonst Blog geschrieben und mein Frühstück gegessen. Dann alles zusammen gepackt und wieder auf die Bahn. Ich bin durch Touristengegenden gekommen. Alles wie verlassen. Die Saison war vorbei und das hat man gemerkt. Leute waren am aufräumen und bauen.…

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08.10.2025 – Tag 138 Die Nacht war wieder so semigeil. Irgendwie war in kurzer Entfernung so eine art Disco. Die haben die ganze Zeit irgendwelche Schlagerscheiße gespielt. Zum Glück bin ich ja vorbereitet und hatte die ohropax direkt griffbereit. Das schlafen damit ich aber auch nicht optimal. Aber besser als gar nicht schlafen.Als ich am Morgen aufgewacht bin, war ich etwas übermüdet und hatte einen leichten Kater. So ist das eben, wenn man eine Flasche Wein allein trinkt. Es gab also Frühstück und Kaffee und ging wieder auf die Bahn. Erstmal bin ich die Via Rhona zuende gefahren. Da ich schon mal geschaut hatte, hatte ich auch schon eine neue Veloroute im Blick. Es war die Mittelmeerroute. Die Eurovelo 8. Die führt durch Barcelona und wenn ich will bis nach Portugal. Diese Route war allerdings noch schlechter ausgeschildert als die via Rhona. Weil ich dieses Mal keinen Bock auf Stunden…

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07.10.2025 – Tag 137 Heute morgen bin ich Recht fit aufgewacht. Das gab’s auch schon lang nicht mehr, aber ich habe ja auch früh geschlafen und bis auf ein bisschen Geräusche von den nutriern, die wohl auf meiner Uferseite irgendwelche Stöcke gesammelt haben war es ruhig. Und überhaupt nicht windig. Die Fahrt ging weiter auf der via Rhona. Zumindest solange ich rausgefunden habe wo sie verläuft. Zu Anfang ging es noch. Da war gab es oft auch nur eine gute ausgebaute Fahrradstraße am Meer. Da war es ja offensichtlich. Später wurde es schwieriger. Ich kam jedenfalls nach Montpellier rein. Das schönste war, das die Straßen hier und auch schon den Tag über vermehrt wilde Palmen rumstanden und in der Stadt alles mit Palmen begrünt war. Die standen überall. Ich freue mich jedes Mal total über Palmen, weil die eine Zeichen sind das es hier warmes Klima ist und weil ich…

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