27.01.2026 – Tag 219

Endlich gab es wieder einen neuen Plan der auch noch vielversprechend wirkte. Es kam neue Bewegung in die ganze Sache und ich war wieder besser drauf. Ich hatte mir überlegte noch mal nach Sevilla zu fahren um einen schönen Abend zu verbringen. Der Flug war gebucht und ich war fast zufrieden. War nur noch eine Frage, die mir keine Ruhe ließ. Wie bekomme ich meinen ganzen Kram und das Fahrrad im Karton zum Flughafen. Ich sprach mit den Leuten von der Rezeption über die Pläne und Entwicklungen. Für die war es inzwischen wie eine spannende reality soap. Sie überlegten mit mir, über Lösungen und waren mega nett und versuchten mir zu helfen. Als sie hörten das ich das Bike und den Kram zum Flughafen bekommen musste, redeten sie mit den Leuten die im Hostel die Hausmeister Sachen machten. Die hatten einen großen Van und für die war es gar kein Thema mich zu fahren. Sie sagten sofort zu und fragten noch wann. Ich sagte 14:00, obwohl mein Flieger erst um 22:00 flog. Ich wollte Möglichkeiten haben zu reagieren, falls irgendwas passierte. Ich war aber mega dankbar und freute mich das es eine Lösung gab. Jetzt sprach ich mit Casimir, der aus Finnland kam und hier auch etwas festsaß. Mit dem hatte ich mich die vergangenen Tage etwas angefreundet. Er wusste auch nicht so Recht wie es bei ihm weiter gehen sollte und hatte Lust mit nach Sevilla zu kommen. Wir organisieren also eine mitfahr Gelegenheit für den Hinweg und ich buchte einen flixbus für den Rückweg. Ich konnte noch gar nicht glauben daß es jetzt alles funktioniert und es war immer noch unverständlich für mich, das ein Flug für mich und mein ganzen Kram incl. Fahrrad wesentlich günstiger ist als ein blödes Unternehmen zu finden, das mein Fahrrad irgendwo mit auf nen LKW schmeißt und es halt versichert. Inzwischen war auch Daniel wieder da, der ein paar Tage rumgereist war und jetzt wieder in Faro angekommen war. Wir hatten Bock noch alle zusammen etwas trinken zu gehen und zogen noch bis 3 Uhr um die Häuser. Nicht so optimal fürs frühe Aufstehen, weil wir morgen um 10 schon wieder am Bahnhof sein mussten, wo wir abgeholt werden sollen aber egal. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen und ich wollte raus. Aber irgendwie schon komisch und traurig, das es wohl das letzte Mal ausgehen auf meiner langen Reise war. Aber ich fühlte mich auch noch nicht nach Ende. Die ganze Situation und die Art und Weise wie es sich gerade entwickelte und endete machte mich traurig und ich war noch gar nicht bereit dafür wieder in ein „normales“ Leben zurück zu gehen. Ich habe weder Pläne noch eine Idee wie ein Leben „danach“ aussehen könnte. Aber das musste ich ja zum Glück heute nicht entscheiden.

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