15.01.2026 – Tag 207

Erste Zeltnacht seit langem und irgendwie war die Isomatte zu hart aufgepustet. Ich bin immer wieder aufgewacht. Aber müde und kaputt sein ist ja nichts neues für mich. Ich habe mich also irgendwann aufgerafft und bin aus dem Zelt gekrochen. Als erstes bin ich dann zur Rezeption um mich anzumelden. Die hat mir auch gleich gesagt das es ein kleines Frühstück im Nachbarcafé gibt. Für Campinggäste kostet das nur 2,50. Ich habe also ein paar nasse Sachen auf ne Leine gehängt, weil gerade kurz die Sonne draußen war. Dann bin ich zum Café und habe Kaffee getrunken und was gegessen. In der Zeit sah ich auch schon das es draußen regnete. Meine Sachen auf der Leine wurden also durchgespült. Egal. Das waren eh nur schlammige Sachen die ich eh nicht anziehen konnte. Als ich zurückkam habe ich bei den Sanitäranlagen einen Typ gesehen, der die Sachen mit einem Gartenschlauch sauber gemacht hat. Ich habe ihn direkt gefragt ob ich mir seinen Gartenschlauch mal für mein Fahrrad ausleihen kann wenn er fertig ist. Naja gefragt ist übertrieben. Ich habe mich versucht mit Händen und Füßen mit ihm zu verständigen. Bis auf Portugiesisch war bei ihm nichts drin. Er hat es aber geschafft mir zu erklären das es am anderen Ende des Platzes einen Schlauch für die campervans gibt, wo die ihr Trinkwasser auffüllen können. Ich bin also mit meinen Flipflops über die nasse Wiese gelaufen und habe erstmal mein Fahrrad geputzt. Meine Schuhe konnte ich nicht anziehen, weil die klitschnass waren. Danach war dann auch meine Hose nass, aber mein Fahrrad wieder trocken. Nachdem ich wieder am Zelt angekommen war, setzte auch wieder der Regen ein. Ich ging mit meinen schlammigen Sachen zur Sanitäranlagen und versuchte die so gut es geht sauber zu machen. Danach konnte ich mich nur im Schlafsack aufhalten, weil alles andere nass und kalt war. Sobald ich aus dem Zelt ging hab ich sofort gefroren, weil der Wind so stark pustete. Ich habe also den restlichen Tag im Zelt gelegen, gemalt, am Handy Rum gegammelt, telefoniert und mich immer mal wieder gedreht. Da ich außer altem Brot und ein bisschen Obst nichts zu essen hatte, gab es heute 2 mal Brot mit Banane und Brot mit Wurst. Es hat bis spät Abends geregnet und dadurch das der Boden nicht für regen gemacht war, saugte sich in der Pfütze die entstanden war auch mein Innenzelt mit Wasser voll. Irgendwann hörte dann zum Glück der Regen auf. Mir war aber eh nicht mehr danach rauszugehen. Scheißtag. Leider verriet mir die Wettervorhersage, das es die kommenden Tage nicht besser werden sollte. Ich buchte mir aus ein Zimmer auf einem alten Weingut, damit ich alles mal wieder trocken bekommen kann. Ich freute mich so sehr auf ein Dach über dem Kopf. Mal schauen was kommt.

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