10.12.2025 – Tag 201

Heute war der Tag wo ich aus dem Hostel in ein Zimmer umziehen musste. Musste sagen ich bewusst, weil ich die Zeit im Hostel und den schönen Gemeinschaftsraum sehr gern mochte. Hatte mich gerade wieder eingefunden und angefangen mich wohl zu fühlen. Aber ich hatte mich ja bewusst dafür entschieden noch zwei Tage guten Schlaf zu bekommen und das geht in einem Zimmer, das ich für mich habe und ohne schnarchende Menschen besser. Der Flug, bzw. Die Flüge sind ja so beschissen gelegt, das ich 6h in Barcelona auf den Anschluss warten muss. Schlafen kann ich da wahrscheinlich nicht wirklich. Also machte ich mich auf den Weg. Es war wieder am regnen und ich musste jetzt die bergigkeit von Lissabon kennenlernen. Noch nie so eine bergige Großstadt gesehen. Die Straßen waren teilweise echt steil und ich hatte noch ein bisschen Kater vom Vortag. Unterwegs rief mich dann noch Dörte an und erzählte mir, das meine Fahrradversicherung mich rausgeworfen hat. Die mögen halt nicht, wenn man die Versicherung auch nutzt. Na gut ich habe sie ausgiebig genutzt, aber ich hatte auch beim Abschluss der Versicherung angesagt, was ich vorhabe. Naja. Dann ist es jetzt so und damit gerechnet hatte ich schon lange. Wäre natürlich schöner gewesen wenn ich die Inspektionskosten noch hätte abgeben können. Aber dann ist es so. Ich fuhr also zu der Unterkunft. Die Stadt wurde immer nerviger. Die Unterkunft liegt natürlich dicht am Flughafen. Das hatte ich ja so geplant, aber der Verkehr war echt heftig. Unter 4 Fahrstreifen ging hier nix, alles voll Plattenbauten und sehr abgerollt und dazu noch im Minutentakt Flugzeuge die sich über mit starteten oder landeten. Alle wirkten gestresst. Die Autos hupten und die Menschen rannten mit verbitterten Gesichtsausdrücken durch die Gegend. Die armen Menschen die hier leben müssen tun mir wirklich leid. Ich kam gegen 13:00 an der Unterkunft an. Das war 2 Stunden vor einchecken, aber ich hatte ja die Infos per Email bekommen, mit denen man diese automatischen Türöffner von der Unterkunft öffnen konnte. Also ging ich rein und schaute mir mein Zimmer an. Mir fiel erst gar nicht auf das das Bett nicht gemacht war und überall Mülltüten standen. Klar. Die haben wohl das Zimmer noch nicht fertig. Ich ging also wieder aus dem Zimmer und sah das es in der Küche eine Sitzecke gab. Also setzte ich mich hin und packte meinen kleinen Rucksack als Handgepäck mit allem was ich brauchte. War ja nicht viel. Ich hatte ja meinen ganzen Kram bei Jacky. Nur das alte Navi, weil ich das ja nicht mehr brauchte, ein paar Klamotten für die Reise weil es in München sehr kalt ist und natürlich was zum malen. Dann sah ich meine Taschen nochmal durch und schmiss noch einiges verderblichen und so weg. Als nächstes ging es zum Fahrradladen. Ich brachte mein Bike mit dem Gepäck weg. Der Mechaniker besprach mit mir welche Sachen mir aufgefallen sind und was ich mir wünsche. Die Taschen brauchte ich nicht abmachen und das man am Fahrrad mehr Dreck als Lack sah, war auch kein Problem. Er sagte das reinigen gehört zur Inspektion. Ich konnte es also einfach so da stehen lassen. Beim gehen passierte etwas, womit ich nie gerechnet hätte. Mit kamen die Tränen und ich hatte ein mega komisches Gefühl im Bauch. Ich habe lange keinen Tag mehr verbracht, ohne das Fahrrad mindestens bei mir zu haben. Ich verstand es selber nicht. Es war ein Gegenstand und ich glaube ich habe noch nie wegen einem Gegenstand weinen müssen. Ich fühlte mich unvollkommen und furtbar einsam.
Ich fand das Gefühl aber komischerweise auch irgendwie schön. Naja. Ich ging auf dem Weg noch beim Einkaufen vorbei und holte mir Abendbrot. Dann setzte ich mich in die Sofaecke in der Unterkunft in einem dieser riesigen Plattenbauten. Der Abend bestand dann aus malen, essen und warten, bis mein Zimmer bezugsfertig war. Als um 17:00 immer noch niemand kam, kontaktierte ich die Vermieterin. Auf Nachrichten reagierte sie nicht, also rief ich die an. Scheinbar ist die Person die das Zimmer machen sollte extrem verspätet und sollte wohl gleich ankommen. Nach einiger Zeit kamen zwei Frauen die sich dann ums Zimmer kümmerten. Den Abend hab ich nicht mehr viel gemacht. Ich bin nur noch ins Bett und habe am Handy gedaddelt. Ich war ein bisschen melancholisch und immer noch verkatert. Zum Glück hatte ich 2 Nächte gebucht. Also habe ich noch einen ganzen Tag und eine Nacht um richtig zu entspannen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert