07.12.2025 – Tag 198
Heute bin ich so gegen halb 7 wach geworden. Ich bekomme langsam den Eindruck, das ich eigentlich gar nicht so ein Langschläfer bin wie ich immer dachte.
Ich habe mich dann langsam fertig gemacht und war mir nicht sicher, ob ich jetzt schonmal zum Bahnhof gehen kann, oder auf Conrad und Rike warten soll. Da der Bahnhof aber zu Fuß nur 10min. Entfernt war und ich noch nichts von den beiden gehört habe, bin ich dann losgegangen um mir dort mal die Situation anzusehen und nach einem Ticket zu fragen. Die etwas grummelige Dame am Schalter hat mir dann direkt ein Ticket verkauft. Auf die Frage ob 8:15, 14:15 oder 18:15 habe ich 14:15 genommen und mich versichert das mein Fahrrad dann auch garantiert mitkommt. Das Ticket für Lissabon war also auch schon eingekauft und die Zeit ist doch auch sehr entspannt.
Inzwischen hatten sich die beiden auch schon gemeldet und als ich zurück war, waren Rieke und Conrad auch schon da.
Die hatten tatsächlich ihr ganzes Gepäck schon zu Fuß mitgebracht. Wir sind dann gemeinsam mit den Bikes zu einem kleinen Café gefahren. Da waren gerade so bunten Sachen aufgebaut durch die man durch krabbeln kann und so. Wir waren uns nicht sicher ob es für Hunde oder Kinder aufgebaut war. Naja. Ist ja fast das gleiche. Aber die Roller und Skateboards deuteten ehr auf Kinder hin. Nachdem wir einen Kaffee getrunken haben, hab ich sie dann noch ein Stückchen durch Faro begleitet und bin dann umgedreht.
Zuerst bin ich bei einem Weihnachtsmarkt bei einem Curro stand vorbei gefahren, aber 7€ für 6stk. War mir viel zu teuer. Danach habe ich mir Faro angesehen und festgestellt das hier Sonntags das Einkaufszentrum auf hat. Ich hab mir dann Essen gekauft und danach nach den schönen Ecken gesucht, aber einfach keine gefunden. Es war eine Mischung aus einem heruntergekommenen Stadtzentrum und da wo das aufhörte begannen die Plattenbauten. Viele Häuser waren kaputt und Gras oder Bäume wuchsen aus eingestürzten Dächern. Die Farbe der einst prachtvollen Fassaden der Gebäude platzten ab. Man sah das es mal eine schöne prunkvolle Stadt war, die aus irgendeinem Grund immer mehr verfiel. Ich denke das es einmal alles von der Fischerei lebte und nun wirkt alles verarmt und kaputt.
Ich bin also meine große Runde zuende gelaufen und habe mir erstmal Essen gekocht und gegessen. Heute gab’s Cordonbleus mit Pilzen, Zwiebeln und Sahnesauce. Dazu Potatoe Wedges.
Nach dem Essen habe ich dann im Innenhof gechillt und Navis recherchiert. Leider ist inzwischen die USB Buchse von meinem sehr stark korrodiert und es hat am letzten Tag auch nicht mehr an meinem Nabendynamo charger geladen. Ich denke also es wird Zeit sich mal umzusehen und etwas neueres mit drahtlosconnectivität zu suchen. Es soll alles können, was mein altes kann und dazu noch die Möglichkeit bieten, das ich vom Handy Tracks drauf ziehen und aufgenommene Tracks exportieren kann. Es ist zwar eine Lösung per USB OTG drauf zuzugreifen, aber jetzt wo der Connector den grist aufgibt, will ich nicht in Marokko blöd ohne Navi da stehen. Ich hab mich am Ende für das Garmin Edge Explore 2 entschieden. Das ist ein guter Kompromiss aus Preis und alle Funktionen die ich brauche. Auch wenn es das nur in weiß gibt. Aber vielleicht kann es ja eine Hülle bekommen, damit meine Augen davon nicht belästigt werden. Danach bin ich dann wieder hungrig geworden. Dieses mal ging es aber zu Fuß zum einkaufen.
Dort gab ich dann Salat, Obst und Joghurt für Frühstück geholt.
Nachdem ich zurück war und gegessen habe, hab ich in der Küche mit den anderen Leuten beim Essen geredet. Es waren echt sehr gemischte Menschen. Sowohl was das Alter, als auch die Nationalitäten anging. Eine Deutsche randreisende war auch dabei. Lara. Dann noch eine Dänin, zwei Mädels aus Schottland, einer aus Wales und eine Niederländerin.
Wir sind alle irgendwie ins Gespräch gekommen, weil ich mich an den Tisch gesetzt habe und gemalt habe und wir nebenbei ein bisschen über reisen unterhalten haben. Danach hab ich mich noch mit an den Tisch gesetzt und Uno mit ein paar Leuten gespielt. Später kam der Waliser mit einem normalen Kartendeck und ich hab versucht den Durak beizubringen aber es hat nicht Mal eine runde geklappt weil Holländerin kam, die bus nach Sevilla verpasst hat und wir alle mit der geredet haben. Komischerweise fanden auch alle das Spiel zu kompliziert. An dem Abend wurde mir in Gesprächen auch klar, das niemand hier war, weil Faro so schön ist, sondern das Faro ehr so eine Transitstadt ist. Hier fährt z.B. ein Zug nach Lissabon und ein Bus nach Sevilla. Viele sind hier im Hostel um weiterzureisen zu orten die sie besuchen wollen.
Nachdem wir alle eine ganze Weile gequatscht haben, bin ich dann auch ins Bett.

