06.12.2025 – Tag 197
Heute morgen hab ich als erstes mein kleines Nikolausgeschenk aufgemacht, was ich nach der Krankheit von den netten Menschen aufm campingplatz geschenkt bekommen habe. Dann habe ich ganz entspannt zusammengepackt. Als ich losfahren wollte und mit Jacky telefoniert habe, wurde ich von einem älteren Typ angequatscht. Der hat sich dann eine Weile über die Reise und über Portugal mit mir unterhalten. Während ich da so stand kam ein Pärchen mit Reiserädern vorbei und die haben nett gegrüßt. Die waren mir gestern gar nicht aufgefallen. Aber wahrscheinlich waren die auch an einer ganz anderen Ecke des Zeltplatzes. Jetzt könnte es aber losgehen. Ich habe die beiden dann nach einer Weile wiedergesehen, aber war noch am telefonieren. Die Schienen auch die Velo 1 zu fahren. Nachdem ich dann fertig telefoniert hatte und sie wieder getroffen hab, hab ich sie dann angequatscht. Es waren Rike und Conrad und sie kamen auch aus Deutschland. Wir hatten Lust alle ein Stück gemeinsam zu fahren und ich hab mich sehr über neue Gesellschaft gefreut.
Wir sind also der Velo 1 gefolgt und die Wege waren hier viel besser als in Spanien. Zwar auch nicht vergleichbar mit Frankreich, aber zumindest waren sie als Wege zu erkennen. Das Wetter war teils sonnig, aber den ganzen Tag verfolgte uns eine sehr dunkle und graue Wolkenfront.
Im Laufe des Tages hab ich übrigens auch noch mitbekommen, dass es eine Stunde Zeitverschiebung gab und das auch schon ab der Fähre. Das ist blöd, weil es so schon eine Stunde früher dunkel wird, aber mir kann das ja Recht egal sein, weil ab jetzt ja erstmal kein zelten mehr auf dem Plan steht. Wie auch immer. Wir fuhren die Velo 1 und zumindest an dieser Stelle in Portugal unterscheided sich die Natur schon mal sehr stark von Spanien, weil die Plastikdichte wesentlich geringer ist. Es lag kaum Müll in der Natur rum und die Landschaft war auch so echt schön. Die Wege waren toll zu fahren und wir konnten oft das meer und die Landschaft, die halb Wasser, halb Land war sehen. Ab und zu kamen wir durch kleine Fischerdörfer und es war echt toll wieder ein Stück in Gemeinschaft zu fahren. Mittagspause machten wir dann direkt am Meer und ich hatte kurz überlegt ins Wasser zu springen, aber die große graue Wolkendecke, die wieder vor die Sonne zog und der kalte Wind hielten mich davon ab. Nebenbei haben wir noch unsere Zelte getrocknet. Nach dem Essen ging’s dann wieder auf die kleinen hübschen Wege. Teils über Land, teils direkt am Meer endlang. An einer Stelle flüchtete eine riesige Schlange vor uns die quer über den Weg flitzte und im Gebüsch verschwand. so eine große Schlange habe ich bisher noch nie lebendig gesehen. Nur plattgefahren an der Straße. Leider war sie etwas Fotoscheu.
Gegen Nachmittag kamen wir dann in Olhão an und suchten nach einem Spot wonwir noch einen Kaffee zusammen trinken können. Die Gegend durch die wir in die Stadt kamen, sah wieder mega kaputt aus, aber wir fanden eine Art marktplatz. Hier saßen gerade Leute die sich in einem lokal zum Ukulele spielen getroffen haben. Das war richtig cool. Also nicht die Musik an sich, sondern wie sie hier in einem lokal saßen und gemeinsam Musik machten. Das war voll schön und kam mir echt gemütlich und friedlich vor. Auf diesem Marktplatz haben wir uns dann auch hingesetzt und einen Kaffee getrunken. Als wir gerade wieder los wollten kam ein älterer Mann, der aus England hierher ausgewandert ist hat uns angesprochen und war von uns genau so begeistert, wie wir vom Ukulelenclub. Er hat uns erzählt das er Teil dieser Gruppe ist und die sich spontan getroffen hatten. Irgendwer von den ist da ins Lokal gekommen und dann haben die anderen das mitbekommen und sind mit ihren Ukulelen gekommen. Die üben außerdem für ein Festival, wo sie auftreten werden. Der war schon echt süß. Er hat gehört das ich wahrscheinlich nochmal durch Portugal fahre und htt mir seine Karte gegeben, damit ich mich melden kann und wir uns nochmal treffen können. Nachdem er mir noch einen Kaffee ausgegeben hat machten wir uns langsam auf den Weg. Langsam wurde es schon dunkel und wir mussten nach Faro über eine 4 Spurige große Straßen und einen Zubringer reinfahren. Das war ganz schön stressig und nervig. Faro sah jetzt auf den ersten Blick auch nicht so wirklich schön aus. Kurz bevor wir alle bei unseren Hostels angekommen sind, bekamen Rike und Conrad dann raus, dass sie ihre Bikes nicht im Hostel lassen können. An der Straße stehen lassen ist natürlich keine Option und so haben wir gefragt, ob sie die Fahrräder für die Nacht bei mir im Hostel lassen können. Das war zum Glück kein problem. Als sie dann wieder weg waren habe ich noch einen Spaziergang durchs Viertel gemacht, weil ich mir eigentlich sicher war, das ich noch irgendwo was zu essen kaufen kann. Das klappte leider nicht, weil hier nur so komische Minimärkte waren. Die waren ehr so wie kioske. Also habe ich mein altes trockenes Brot und Käse gegessen, was noch in meiner Tasche war und dazu habe ich mit einen Tee gemacht. Danach ging es dann auch schon ins Bett. Ich war dieses mal oben in einem Hochbett untergebracht. Das war leider so instabil, das es bei jeder Bewegung so gewackelt hat, das ich dachte es fällt gleich um. Außerdem hat es natürlich auch lärm gemacht. Ich habe dann noch ein paar Stichworte für meinen Blog geschrieben. Und bin trotz mehreren Schnarchern recht schnell eingeschlafen.

