15.11.2025 – Tag 176

Heute hab ich einen Pausetag geplant. Vor der Tour nach Granada, durch die Wüste und über die Sierra Nevada, hatte ich vor noch einige Dinge zu erledigen. Aber erstmal habe ich ausgeschlafen bis um 8. Danach hab ich erstmal entspannt gefrühstückt und Punkt 1 meiner todo Liste abgeschlossen. Powerbank laden. Als nächstes stand Wäsche waschen auf dem Plan. Das musste natürlich früh passieren, damit sie trotz mäßig gutem Wetter noch einen ganzen Tag zum trocknen hat. Und die Erfahrung zeigte ja eh, das Wind mindestens genau so gut zum trocknen ist, wie Sonne. Die Wäsche habe ich im Spülbecken vom Campingplatz gewaschen. Mit meinem Waschmittel, was ich mit extra dafür geholt habe. Leider hatte ich Übersehen, das es auf dem Campingplatz extra ein Waschbecken für Handwäsche gab.Der Besitzer hat mich drauf hingewiesen, aber da ich eh schon fast fertig war, hab ich es eben im Spülbecken fertig gemacht. Danach Wäsche aufhängen und danach in die Stadt. Ich wollte neue Flipflops, weil sich bei meinen die Sohlen ablösen und außerdem hatte ich die dinger ja eh schon notdürftig geflickt. Leider hatte der Decathlon keine Flipflops. Zumindest keine guten. Nur diese Gummi Dinger und Addiletten. Auch komplett aus Gummi. Also ging ich wieder raus und dann erstmal zu Aldi. Hier habe ich mich erstmal mit Essen eingedeckt und was zum gleich snacken geholt. Dann ging es zurück zum Campingplatz. Im ausgetrockneten flusssbett, was auch gleichzeitig als Straße genutzt wurde und ein Video vom weg gemacht. Dann hab ich erstmal Blog geschrieben und essen gemacht.
Während dessen habe ich eine Nachricht bekommen, das Franziska auf dem Weg zum Campingplatz war. Echt cool. So kann man mal hören was so an verschiedenen Stellen passiert ist.
Wir haben gequatscht über die Tage und unsere Pläne. Sie wollte sich ein Hotel in Tabernas nehmen und von da aus durch die Wüste und sich alles ansehen. Ich plane ehr wildzucampen und zu schauen was so kommt. Außerdem werde ich nur durch die Wüste durchfahren und dann Richtung Granada weiterziehen. Ich habe schon voll Bock mal das Inland kennen zu lernen. Franziska hat auch gesagt das sie das mit dem wildcampen, besonders in Naturschutzgebieten kritisch sieht, weil man die Natur da ja stört. Das ist natürlich eine valide ansichtsweise und ich habe gleich wieder hinterfragt ob ich das, was ich mache, mit gutem Gewissen vertreten kann. Am Ende denke ich, das es ok ist. Erstens lasse ich nie Müll zurück und Versuche keinen Fußabdruck zu hinterlassen und zweitens kann ich verstehen das die Tiere ohne mich wohl freier wären, aber ich will mich nicht immer hinten anstellen. Ich reise mit dem Fahrrad und Versuche immer alles richtig zu machen. Ich Versuche immer es allen Recht zu machen und alle Grenzen zu respektieren. Ich denke es ist also auch in Ordnung mal egoistisch ab meinen Spaß und meine Freiheit zu denken. Wenn ich daran denke wie egoistisch andere Menschen an ihre Freiheit denken, ist das in einem sehr vertretbaren Rahmen und ich werde es weiter so machen.
Und jetzt zurück zum tag. Ich hatte mir bei Aldi noch Katzen Leckerlies gekauft und habe sie am Abend den Katzen gegeben. Nach dem Essen habe ich noch ein längeres Gespräch mit einem Belgier geführt, der im Tourismus tätig ist und seine Frau das ganze Jahr über quasi nicht sieht. 2 Monate im Jahr hat er dann frei und die machen eine reise, die sie immer da beginnen, wo sie das letzte Mal aufgehört haben. Das ist traurig und schön gleichzeitig. Nach dem Abwasch bin ich dann ins Zelt und ich freue mich das es morgen losgehen wird in die Wüste.

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