10.11.2025 – Tag 171
Zum Frühstück gab’s seit langem mal wieder Joghurt. Danach bin ich zur Bar gegangen und habe mir erstmal einen Kaffee bestellt. Bei einem Kaffee habe ich mit Franziska über die weiteren Pläne gesprochen und bei mir kam immer mehr das Gefühl auf, das ich mich wieder ruhelos und gehetzt fühle. Ich hatte gestern schon zu Franziska gesagt, das ich mal wieder eine Pause brauche um mich zu sortieren und zu schauen wie es für mich weitergeht. Wir waren viel schneller als ich dachte an dem Punkt angekommen, wo wir kurz vor der Tabernas Wüste waren. Franziska ist auf diese Wüste gestoßen, als ich mal fragte ob die Sierra Nevada eine Wüste ist. Sierra Nevada bedeutet Verschneite Bergkette, aber dahinter liegt Europas einzige Wüste. Die Tabernas Wüste. Da war für mich klar das ich da hin will. Ich will eine Wüste sehen. Und es liegt auf dem weg. Jetzt war halt die Frage wie man das anstellt, weil diese Wüste von hohen Bergen umschlossen ist und es scheinbar nur 3 so richtig passierbare Straßen da hin gibt. In der Wüste gibt es natürlich keine Campingplätze und sowieso muss man schauen wie man das am Schlausten in die Route einbaut. Ich hatte in letzter Zeit das Gefühl das ich mich zu sehr von Franziskas Plänen treiben lasse. Von Campingplatz zu Campingplatz und sowieso recherchiert sie alles. Jeden Supermarkt, jedes Café und so weiter. Ich glaube ich muss Mal wieder was allein machen und meine eigenen Pläne machen, oder halt keine Pläne machen. Wieder wildcampen und dadurch die Tage mehr genießen und mir mehr Freiheit schaffen. Außerdem kommt durch diese eng geplante Reise mein malen und mein Blog schreiben zu kurz.
Außerdem wäre ein bisschen me-time auch echt Mal wieder gut. Wie es aussieht könnten sich die Wege von Franziska und mir also bald trennen. Wir haben also gepackt und sind losgefahren. Als erstes kam wie immer eine Bergetappe. Es ging wieder richtig steil rauf und über Serpentinen einen Bergpass hoch. Dort haben wir dann auch Corinna getroffen. Sie stand direkt an der Straße. Ich bin zu ihr gefahren und hab gefragt ob alles gut ist. Die wechselte scheinbar gerade ihre Klamotten und hantierte mit ihrem Zelt herum. Die sagte das alles gut ist und wir haben uns unterhalten. Sie war auf dem Weg zu einer Unterkunft von Leuten, die auf einem Portal ihren garten und Dachterrasse zum Campen anboten. Die hat die direkt angeschrieben, ob sie noch 2 Leute mitbringen kann. Mega, neues Abenteuer. Genau sowas brauchte ich jetzt. Außerdem erzählte sie, das sie oft wildcampt und auf dem Weg nach Sevilla ist wo sie einen Flug nehmen will. Die fährt auch die Velo 8. Das mit dem Garten war in Ordnung. Wir hatten also ein neues Ziel. Wir sind also die Etappe gemeinsam gefahren.
Als erstes kam eine lange schöne, steile und sehr schnelle abfahrt. Dann ging es über eine sehr hügelige Strecke zum Strand. Auf einem Schild sah ich das wir jetzt in Andalusien sind. Als nächstes sind wir noch bei Decathlon vorbei und nach neuen Flipflops schauen. Meine waren langsam am Ende. Es gab aber nur die gleichen und ich finde das die nicht lange durchgehalten hatten. Außerdem war meine Größe nicht dabei. Dann trafen wir 3 Jungs wieder, die auf dem Weg nach Marokko sind und die auch immer mal wieder unseren Weg kreuzten.
Nach dem Mittagessen sind wir dann zu dem Haus gefahren. Es lag in einem neubaugebiet, wo die Häuser hübsch und orientalisch angehaucht waren. Es sahen aber wieder alle gleich aus. corinna bekam einen Code für eine Wasserstelle und wir setzten uns erstmal hin und schnackten. Dann bin ich noch kurz einkaufen gefahren. Danach hab ich mein Zelt direkt auf der Dachterrasse aufgebaut und bin noch eine Runde spazieren gegangen um mit Jacky zu telefonieren. Hinterher kam nur noch Schlafplatz einrichten und es konnte ins Bett gehen.

