01.11.2025 – Tag 162
Für heute hatte ich mal so grob 10:00 Abfahrt in den Raum geworfen. Das ist ja das erste Mal, das Franziska und ich eine Etappe zusammen fahren. Manche starten unmenschlich früh. Es gibt tatsächlich Leute die um 8 schon fertig auf dem Fahrrad sitzen, aber das sind meistens auch Leute, die keine Zeit haben und Strecke machen wollen. Das ist nicht mein Stil und Franziskas zum Glück auch nicht. Ich habe als nach dem Aufstehen in Ruhe gefrühstückt und musste dann noch meine Schaltung neu einstellen. Der schwerste Gang geht schon wieder nicht rein und allgemein sind auch die anderen Gänge etwas hackelig. Zum Glück ist es ja nicht mehr das erste Mal das ich meine Schaltung einstelle und so war ich dieses Mal ohne YouTube Video kucken nach 5min. Fertig. Schneller als reifen flicken. Nachdem alles wieder perfekt funktionierte und ich den restlichen Kram gepackt und das Fahrrad beladen hatten, saß ich ziemlich genau um 10 aufm Fahrrad und wir konnten los.
Als erstes ging es am Strand lang. Dann durch eine art Moorgebiet. Nach einer Weile kam eine Riesenpfütze. Sowas finde ich immer cool. Also durch da und ein bisschen hoffen das es keine unsichtbaren schlaglöcher unter Wasser gibt. Da waren zum Glück keine. Dann ging es an eine Straße auf der zum Glück kaum Verkehr war. Auch auf der restlichen Strecke gab es wenig Verkehr und wir fuhren eine Mischung aus Stadt, kleinen Landstraßen und Promenade. Nach einer ganzen Weile machten wir halt in Cullera. Eine kleine Stadt, die schon in mittelgroßen Bergen gelegen ist. Es kündigten sich jetzt schon Bergetappe an. Wenn Franziska mir nichts gesagt hätte, hätte mich das wohl Recht unvorbereitet getroffen, aber sie ist immer top informiert über alles. In Cullera haben wir erstmal einen Mercadona angesteuert und dort was zum Essen geholt. Es gab dann Mittagessen in einer Seitenstraße auf einem Steintisch, in den ein Schachbrett eingearbeitet war. Die Straße war für Autos gesperrt und es waren verschiedene Spielmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene vorhanden. Nach unserem Frühstück ging es weiter und wir sahen Wassermelonenfelder und ganz viele Orangenplantagen. Und Clementinenbäume. Dort musste ich natürlich erstmal anhalten und mir eine Clementine vom Baum pflücken. Ich hatte Glück. Sie war mega lecker und sogar ohne kerne. Dann habe ich mir noch eine Orange mitgenommen. Wir fuhren weiter wenig befahrene Straßen und kamen an Granatapfel Bäumen und hauptsächlich Zitrusfrüchten vorbei. An einer Stelle hatte ein Bauer es besonders ernst gemeint. Da war eine Mauer mit Stacheldraht und noch geiler. Es waren große Glasscherben und halbe abgebrochene Flaschen auf die Mauer zementiert. Wir dachten uns was da wohl hinter der Mauer ist. Wahrscheinlich Cannabis oder Mohn oder so. Als wir an der Mauer vorbei waren konnten wir sehen das da Orangenbäume standen. Vielleicht sind das nur ein paar Alibi Bäume und dahinter ist der harte Stoff. Keine Ahnung. Wir fuhren weiter und kamen wieder in eine Strandgegend.
Als wir an einem Fluss langfuhren platschte es immer mal wieder und ich dachte was das wohl für Tiere sind. Nach genauerem hinsehen, sah ich Schildkröten. Die waren sehr scheu und sprangen immer wenn man näher kam ins Wasser und beobachteten einen aus dem Wasser. Wenn man sie dann ansah, tauchten sie auch noch. Es war nicht möglich Fotos vor den zu machen. Auch nicht mit anschleichen. Nach einer Weile kamen wir dann am Campingplatz an. Da war ein total netter Typ an der Rezeption und wir konnten sogar ein bisschen Spanisch mit ihm sprechen. Cool war auch das wir zu zweit eine Parzelle nehmen konnten und uns so den Platzpreis teilen konnten. Nach dem aufbauen sind wir noch zum Strand gefahren. Da wir Recht früh angekommen waren und die Sonne noch da war, haben wir uns am Strand noch auf Liegestühle gelegt und an der Strandbar ein Bier getrunken. Sehr cool, das hier scheinbar die ganzen Strandgeschäfte noch offen hatten. Als wenn die Saison gar nicht vorbei ist. Nach dem Bier haben wir noch ein bisschen Kram eingekauft. Im Geschäft wurde irgendein Typ gerade von den Mitarbeitern überwältigt und am Boden festgehalten bis die Polizei kam. Keine Ahnung was da passiert war, aber als er weg war, konnten wir dann auch bezahlen und zurück zum Campingplatz.
Beim Essen bekamen wir dann noch Besuch von Katzen. Scheinbar streuner, die ein bisschen was abstauben wollten und zufällig fiel auch ein bisschen Käse runter. Danach ging es noch duschen und ich habe ein bisschen mit jacky telefoniert. Sie hatte sich vorgenommen eine Anwendung mit Kamera auf nem Raspberry Pi zu machen und ist daran komplett verzweifelt. Ich muss das wohl Mal mit ihr zusammen machen. Über Telefon und videocall war es zumindest nicht so einfach. Danach habe ich noch ein bisschen gemalt und Blog geschrieben. Meine Motivation und mein Spaß an der Reise war wieder komplett zurück und ich konnte alles wieder richtig genießen. Das ist ein tolles Gefühl.

