28.10.2025 – Tag 158
Heute war ein echt entspannter Tag. Meine Stimmung war echt viel besser als die vorherigen Tage. Ich hab ausgeschlafen, bin dann aufgestanden und habe langsam angefangen zu packen. Ester hat das scheinbar mitbekommen und gefragt ob sie schonmal die Bettwäsche bekommen kann. Ich habe sie ihr gegeben und wir haben uns eine ganze Weile unterhalten. Ich hatte ihr schon gesagt das ich vorhabe auf den großen Berg nebenan zu klettern und sie hat mir einen googlestandort geschickt, wo ich an den Berg rankomme. Sie hat mir auch gesagt warum der andere Berg eingezäunt ist. Da wurde mal irgendein Gestein abgebaut und der ist in Privatbesitz. Der große daneben allerdings nicht. Ich habe also alles fertig gemacht, gefrühstückt, das Zimmer frei geräumt und mein Gepäck vor die Tür gestellt, damit Ester schon mal das Zimmer fertig machen kann. Ich konnte aber meinen Kram bei ihr stehen lassen und mit unbepacktem Fahrrad zum Berg. Da begann der Weg mit einem unbefestigten Trampelpfad. Vorbei an wilden Olivenbäumen und riesigen katusfeigenbäumen. Es waren schon keine normalen Kakteen. Sie hatten einen richtig fetten Stamm und obendran wuchsen diese „Ohren“ mit den Früchten dran. Das letzte Stück musste ich dann klettern und teilweise von Felsen zu Felsen springen. Ich hatte schon die ganze Zeit Stimmen gehört und als ich oben ankam, kamen auch schon ein paar Spanier die auch auf den Berg geklettert waren. Der eine kam aus Valencia und die anderen von Mallorca. Ob Valencia jetzt schön ist oder nicht konnte man nicht rausfinden, weil die sich gegenseitig geärgert haben und jeder sagte das das Zuhause des anderen hässlich ist. Ich denke Valencia ist schön. Aber das werde ich ja bald selber rausfinden. Nachdem ich ungefähr 1000 Fotos in jede Himmelsrichtung gemacht hatte und wieder runtergeklettert bin, ging es wieder zu Ester. Dann Taschen ans Fahrrad und los nach Palma. Da habe ich mich dann erstmal an den Strand gesetzt und mich um das Hostel gekümmert. Ich hab schonmal online eingecheckt, weil in einer Mail darum gebeten wurde. Keine Ahnung was das bringen sollte, weil ich später an der Rezeption nochmal einchecken musste. Und ich musste eine jugenherbergsmitdgliedschaft (krasses Wort) abschließen. Für 10€ das Jahr. Dabei fiel mir auf das es überall günstige Hostels gibt. Sogar in marokko. Also wieder eine neue alternative zum pennen aufgetan. Mega. Nach dem online einchecken ging es dann weiter an der Küste und irgendwann sollte ich rechts einbiegen. Mein Navi vergisst regelmäßig, dass ich mit einem Fahrrad unterwegs bin. Ich sollte etwa 50m Höhenunterschied über steile Treppen hoch. Naja. Ich bin dann umgedreht und über einen Umweg doch noch über eine Straße zum Hostel gekommen. Da habe ich dann wie gesagt nochmal eingecheckt für 2 Nächte und mir wurde alles gezeigt. Ich war unten in einem Hochbett. Jedes Bett hatte 2 verschiedene Lichter und eine Steckdose. Außerdem einen Vorhang für ein bisschen Privatsphäre. Zum pennen reicht’s. Der Gemeinschaftsraum mit Küche war hübsch und gemütlich eingerichtet und das Badezimmer war sauber. Nachdem ich mich eingerichtet hatte und mein Fahrrad sogar im Gebäude in einem Hinterzimmer abstellen konnte, habe ich mir ein paar Kekse und ne Limo am Kiosk geholt und den Abend auf’m Sofa rumgegammelt, gechillt und Blog geschrieben. Hat ja wieder alles gut geklappt und ich war nur etwa 2km von der Fähre nach Valencia entfernt.

