25.10.2025 – Tag 155

Heute hab ich durchgeschlafen bis halb 8. Danach habe ich mich direkt nochmal umgedreht und bin dann um 9 wieder aufgewacht. Das waren ganz schön viele Stunden Schlaf. Trotzdem habe ich mich immer noch nicht ganz fit gefühlt. Ich habe mich aufgerafft und mir erstmal einen Kaffee gemacht. Dann habe ich gemalt und Mal ein Sketchjournal ausprobiert. War eigentlich ganz cool. Ich habe mit den Hühnern vom Hof gefrühstückt und sie haben ein paar Apfelstücke bekommen. Ich habe die Ruhe genossen und viel nachgedacht. Ich habe es total genossen Mal irgendwie zumindest für kurze Zeit angekommen zu sein. Ich habe drüber nachgedacht, wie ich innerlich manchmal eine extreme Unruhe aufbaue ich habe das Gefühl das ich mich selber manchmal ein bisschen verliere. So kam mir die letzte Zeit auch vor. Es ist dann in meinem Kopf so viel Stress und negative Gedankenspiralen. Besonders wenn ich nicht weiß wie es weiter geht und was in der Zukunft passiert. Ich schaffe es nicht so an negativen Gedanken festzubeißen, das ich innerlich in eine Art Überlebensmodus gerate. Es fühlt sich dann an, als wenn ich nur irgendwie die Zeit überstehen will. Ich habe Probleme da wieder rauszukommen. Das ist ein ganz schlimmer Zustand und es fällt mir oft selber lange nicht auf. Vielleicht ist das eine Sache die ich gerade auf die harte Tour lernen muss. Der Kopf macht so viel, was gut und auch schlecht sein kann und das schlimme ist die Härte, die mir gerade in der kleinen Pause bewusst wird. Ich bin quasi im Paradies. Es ist fast November und ich kann bei 28°C in ein strahlend blaues Meer springen. Der Himmel ist blau und ich bin gesund und habe keine geldsorgen. Es gibt so viel zu entdecken und ich könnte jede Sekunde in vollen Zügen genießen. Statt dessen sorge ich mich in 90% der Zeit um die 10% der Zeit, in den ich nicht weiß wo ich bleiben soll. Das klingt jetzt vielleicht dumm, aber im Gegenzug finde ich die Sorgen und Gedanken auch gerechtfertigt. Alles schließt, die Spanier verbarrikadieren sich auf ihren Grundstücken und man kommt nicht Mal so dicht ran, dass man fragen könnte, ob ein Platz im Garten frei ist. Wildcampen und auch biwakieren ist in Spanien verboten. Ein großes Problem ist auch das ich wieder viel zu hohe Erwartungen an Spanien hatte und darum total enttäuscht wurde. Überall fliegen fliegen Rum und überall liegt Müll, dann das mit den Zäunen und die Menschen kommen mir auch nicht so herzlich vor wie erwartet. Dazu gibt es halt auch nicht so viele Perspektiven im Moment. Trotzdem muss sich etwas ändern und das erste was ich ändern will ist, mir öfter solche Auszeiten wie jetzt zu nehmen. Vielleicht ist es auch eine Option 3 Nächte wildzucampen und eine in ein Hotel zu gehen oder so. Vielleicht sieht das Spanien weiter im Süden ja auch schon wieder ganz anders aus. Ich muss versuchen mit den Gedanken weniger in der Zukunft und in irgendwelchen Horrorszenarien zu hängen. Ich mache mir damit die Reise kaputt und ich laufe dann wie mit Scheuklappen im autopilotmodus durch die Gegend. Kein entdecken und keine Faszination mehr. Wie immer habe ich ein Problem mit einem guten mittelweg. So. Aber jetzt Mal genug Gedanken. Ich habe mein Handy nochmal an die Ladung gepackt und mein Zelt und die Picknickdecke nochmal zum trocknen ausgelegt. Dann habe ich Brot zum mittag gegessen und Musik gehört und Blog geschrieben. Danach ging es dann in die Stadt wo ich bei einem Müller neue Sonnencreme und duschkram gekauft habe. Außerdem eine Tube Rei für Handwäsche. Als ich zurück gekommen bin, habe ich nicht mehr viel gemacht, außer vor mich hin geträumt und die Ruhe genießen.

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