19.10.2025 – Tag 149

Heute bin ich aufgewacht und alles war nass. Sogar ein bisschen das Innenzelt von innen. Das habe ich auch so noch nicht gehabt. Ich habe in der Nacht nichts von Unwetter mitbekommen. Das hab ich so auch noch nie gehabt. Als ich aus dem Zelt gekrochen bin war der Sandboden trocken. Komisch. Keine Ahnung ob es geregnet hat, oder so krass Luftfeuchtigkeit war oder was auch immer. Ich habe also meinen Kram zusammen gepackt und schnell gefrühstückt. Dann habe ich mich bei dem Campingplatz noch kurz auf die Terrasse gesetzt und einen Kaffee getrunken um ein bisschen Ruhe zu tanken. Danach ging es wieder auf die Sandwege. Ich musste ja erstmal wieder zur Velo 8. Nachdem ich den Weg den ich gekommen bin ein Stück gefahren war, stand dort ein Schild auf dem ein Achtung Zeichen mit einem Gewehr abgebildet war. Darunter stand das sie die Wildschweinpopulation eindämmen. Auf dem Boden lag absperrband, was scheinbar vorher die Straße abgesperrt hat. Das war mir zu heikel, aber zum Glück stand ein Stück weiter ein Jeep. Ich habe den dann erstmal mit meinen paar Bröckchen spanisch gefragt ob die Straße passierbar ist. Und er meinte ja, ich kann da gern Durchfahren. In dem Moment fuhren auch schon Typen mit Cross Motorrädern an mir vorbei die auch durch die Straße fuhren. Ich freue mich immer sehr wenn ich Sachen auf spanisch klären kann. Es konnte also weiter gehen. Wie immer ohne Plan wo es hingeht. Das beschäftigt mich wirklich sehr, das die wenigen Möglichkeiten mit Campingplätzen im November auch noch wegbrechen und das es auch jetzt schon immer nicht sicher ist, etwas zu finden. Dazu ist Spanien auch ganz anders als ich erwartet hatte. Es ist sehr dünn besiedelt und sogar biwakieren ist hier verboten. Und so richtig sicher würde ich mich hier im Wald auch nicht fühlen. Ich bin also weiter meine Schotterwege gefahren und kam wieder zur Küste. Hier ging es dann weiter an Hauptstraßen. Links am Wasser führte eine Bahnstrecke, wegen der es oft nicht möglich war, am Wasser zu fahren. Dazu blieb weiter das Problem das ich hauptsächlich verkehrtrum durch Einbahnstraßen geschickt wurde. Ich konnte auch das fahren wieder nicht so richtig genießen. Irgendwie bin ich an einem richtigen Tiefpunkt und fühle mich gerade überhaupt nicht gut in meiner Situation. Mein Tageshighlight war, das ich kleine grüne Papageien gesehen habe, die auf den Bäumen saßen und dann am Boden nach Essen gesucht haben. Die sahen richtig niedlich aus. Am Abend kam ich dann auf einem Campingplatz direkt an der Küste an. Es war wieder ein Campingplatz, der ehr für Campervans gemacht war. Gelber Schotter und steiniger Boden. Heringe hab ich gar nicht erst rausgeholt. Als erstes habe ich den Platz gewechselt zu einem mit zwei Bäumen, die für meine Hängematte passten. Dann habe ich mich erstmal in die Hängematte gelegt und versucht ein bisschen zu chillen. Es war hard stürmisch und fühlte sich an als wenn es bald regnet. Ich uberlegte ob ich in der Hängematte schlafen könnte. Dann ist der Boden egal, aber wegen den dunklen Wolken wäre es nur mit tarp sinnvoll gewesen. Das hab ich dann versucht aufzubauen und festgestellt, das ich viel zu wenig Möglichkeiten habe um es ordentlich zu spannen und der Sturm konnte auf Hängemattenhöhe drunter gehen wir unter ein Segel. Darum habe ich es mir doch anders überlegt. Also baute ich das Zelt auf. Das steht zwar von allein, aber für die absiden braucht man trotzdem Heringe, oder zumindest Punkte um sie abzuspannen. Für die eine Seite habe ich eine halbe Gehwegplatte gefunden. Die andere wurde am liegenden campingstuhl befestigt. Als ich fertig war mit meiner Konstruktion und die Taschen unter dem Zelt hatte fing es auch schon an zu regnen. Ich bin dann also ins Zelt und habe noch ein bisschen gemalt.

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