06.10.2025 – Tag 136

Heute war keine gute Nacht. Ich bin mindestens 100 mal aufgewacht, weil so ein übler Sturm tobte. Ich hatte auch im Hinterkopf, das ich die Heringe vom Zelt auf Grund des steinigen Bodens nur ein paar cm in den Boden bekommen hatte. Das machte alles nicht so das beste Gefühl und deshalb hab ich eh unruhig geschlafen. Die Geräusche im Zelt waren heftig und es hörte sich an, als wenn der Wind einfach wie bei einem Segel unter das Zelt greifen würde und es einfach zerreißt. Dazu kam das ich nicht Mal die Sturmschnüre gespannt hatte. Gut war aber das ich merkte, dass das Zelt zufällig günstig stand, so das der Wind wenigstens nur eine kleine Angriffsfläche hatte und ich wusste ja aus Erfahrung wie windstabil das Zelt sein kann. Naja, gut fühlte sich das alles trotzdem nicht an. Als ich morgens aufwachte, war im innenzelt mehr Sand als Zeltboden zu sehen. Alles feiner Sand, der durch mein Mückennetz wie durch ein Sieb durchgegangen war. Ist das vielleicht ein Nachteil für Marokko? Man wird es sehen.
als nächstes hab ich gepackt. Der Wind pustete immernoch so heftig, das ich das Zelt nur sehr geknüllt eingepackt habe und mein Kaffee war quasi nach 5min. Schon wieder kalt gepustet. Auch den Tag über gab es durchgehend heftigen Gegenwind. Der Sturm pustete Richtung Süden und ich musste erstmal wieder Richtung Norden um dieses komische Mittelmeer zu umfahren.
Die Landschaft war weiter eintönig Küstengegend. Hier und da Flamingos und sonst viel Sand und Wasser und dieses Küstengestrüpp was auf Sand wächst. Ich fand es nicht hässlich, auch wenn das ein bisschen so klingt, aber halt sehr eintönig und der Wind zeigte mir deutlich, warum ich lieber im Wald und in den Bergen unterwegs bin. Es ging also die ganze Zeit schmale Pfade endlang. Auf der einen Seite Wasser und auf der anderen Seite auch Wasser. Schön manchmal ein bisschen surreal und wäre der Weg einfach zuende gewesen, wäre ich glaube ich zurück zum Campingplatz gefahren und hätte mir was anderes überlegen mussen. So kam es zum Glück nicht. Das einzige was passiert ist, ist das ich ein paar Mal im tiefen Sand stecken geblieben bin. Mit Gepäck funktioniert das also nicht. Ohne Gepäck hab ich ja schon mal getestet durch tiefen Sand zu fahren, aber jetzt bin ich auch um diese Erfahrung reicher. Irgendwann kam ich dann an einer Promenade raus und kurze Zeit später in einem kleinen Meeresdorf. Ich war also sicher und zurück an Land.
Da hab ich dann erstmal gefrühstückt und mir ein bisschen Obst geholt. Danach ging es weiter an einer Landstraße endlang. Alles war voll mit Pferdehöfen und überall weiße Pferde. Wie diese wilden Camargue Pferde. Irgendwann habe ich dann im Landesinneren flamingos gesehen und dazwischen standen auf einer Insel Pferde. Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ziemlich sicher das es wilde Pferde waren. Weit und breit war kein Hof und sie standen halt im Naturschutzgebiet zwischen Flamingos, aber wer weiß. Ich hatte mir inzwischen einen Schlafplatz rausgesucht. Es solltf auf ein Weingut gehen, das Plätze für Campervans unter Pinien anbot. Laut Google Bewertungen ganz hübsch. Als ich ankam stand auf einem Schild das offen ist, aber die Häuser dort hatten nicht Mal Türen. Bis auf rund und die waren zu. Ich bin also auf die Wiese und hab erstmal mein Zelt aufgebaut. Mí achdem ich meine Picknick Decke hingelegt hatte und in der Abendsonne, zum Glück ohne Wind, gemalt habe, kamen andere Camper, die nochmal nach vorn gegangen sind. Da bin ich dann auch hin. Dieses mal war offen und ich habe mir noch einen mega leckeren Muskateller Wein gekauft. Mein Lieblingswein. Als es dunkel wurde hab ich im Teich noch nutrier gesehen. Ich bin dann mit dem zum See geöffneten Zelt eingeschlafen.

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