27.09.2025 – Tag 127
Unser erster Blick aus dem Zelt hat uns gesagt schnell wieder im Schlafsäcke verstecken. Alles gar nass und nebelig. Also haben wir noch ein bisschen gemütlich im Zelt rumgegammelt. Das war der letzte gemeinsame morgen und als wir dann aus dem Zelt sind haben wir erstmal gefrühstückt und alles ausgeräumt. Der Plan war, das wir Dörtes Taschen fertig packen und ich eine Tasche mitnehme. So mussten wir nicht nochmal zum Campingplatz zurück und konnten in der Stadt bleiben bis Dörtes Bus um 23:00 fährt. Ich war schon wirklich traurig als ich meine Taschen durchgeschaut habe und gekickt was ich Dörte mitgeben wollte. Wir hatten echt eine wunderschöne Zeit zusammen gehabt und jetzt fühlte es sich wirklich nach Abschied an. Ich musterte meine Regenüberschuhe aus, weil ich die dinger hasse. Dann noch den Gas-Kocher, weil ich mich ja wieder für Spiritus entschieden hatte und außerdem noch ein spanisches Kurzgeschichtenbuch, ein sketchbook, ein kleines Notizbuch und bestimmt noch ein bisschen Kleinkram. Dafür bekam ich die restlichen esssachen eine Flasche Öl zum Braten und eine untralight picknickdecke. Während wir rumgeräumt haben, haben wir noch eine Wäscheleine gespannt. Diw Sachen sind morgens und besonders bei so einem Nebel schon immer sehr nass. Dörtes Zelt, was ja inzwischen, wegen der Größe und dem Komfort, den Namen Palast bekommen hat, haben wir noch mal in die Sonne gestellt. Dann habe ich noch mein Zelt aufgestellt und meine Schlafsachen schonmal da reingeräumt. Nachdem wir fertig waren ging es erstmal zu einem großen Outdoorladen, bei dem wir gestern nicht waren weil es auf der Internetseite aussah als wenn die nur Ski und Snowboard Sachen haben. Der Weg dahin war schon mal richtig anspruchsvoll. Eine richtige Bergetappe. Der Laden war einfach mal komplett in den Bergen gelegen. Dort habe ich dann meine Wunschzeltlampe bekommen. Die Moji R+ von Black Diamond. Die hat eine Tastensperre, kann sogar verschiedene Farben machen, hat eine lange Akkulaufzeit und ist mega klein. Dörte hat für ihr Gepäck noch ein Kabelschloss gekauft um die Taschen im Bus zu sichern. Einen drybag in meiner Größe gab es aber leider nicht.
Als nächstes wollten wir dann in die Stadt Richtung Kunstladen es war auch von hier aus wieder mega bergig und ich konnte gar nicht mit ansehen, wie Dörte sich mit ihrem vollen Gepäck die Berge hochquält, während mir das eh leichter fällt und ich dazu noch nur eine Tasche habe.
Darum habe ich dann angeboten ihr Taschen abzunehmen, was sie gern annahm. Ab dem Moment wo wir mein Fahrrad mit den Taschen beladen hatten ging es dann eigentlich nur noch Berg runter. An einer Stelle hatten wir einen super Blick vom Berg aus über lyon. Da mussten dann erstmal Fotos gemacht werden. Von da aus ging es dann weiter zum kunstladen, wo ich noch einen kleineren Pinsel gekauft habe. Als nächstes wollten wir dann zu einem Carrefour einkaufscenter Center zum Einkaufen. Erstmal was zum jetzt essen und auch noch ein bisschen was für die Fahrt von Dörte. Daneben sollte auch ein Decathlon sein, wo ich nochmal nach einem drybag schauen wollte. Das Carrefour war in einem Einkaufszentren. Dieses Einkaufszentrum kam glaube ich direkt aus der Hölle. Es war mega voll, weil Samstag ist und es war so riesig. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Wir mussten natürlich auch noch komplett ans andere Ende um zum Carrefour zu kommen und auch da war der Decathlon. Ich dachte ich dreh gleich durch weil da so viele nervige Menschen waren. Wir waren beide total genervt. Dazu mussten wir beide auch noch auf Toilette, aber ich glaube man muss hier ein Diplom machen, im dieses System zu verstehen. Als wir endlich die Toiletten gefunden hatten, musste man irgendwie So ein Ticket haben, aber irgendwie bräuchte man schon ein Ticket um ein Klo Ticket zu kaufen. Es standen viele Menschen mit fragendem Blick davor und manche hielten ihr Handy an so ein Automat um in die Toilette zu kommen. Die hatten scheinbar schon so ein Klo Diplom. Naja. Wir sind dann weiter zu Decathlon, der auch genau so überfüllt war wie das ganze Einkaufszentrum. Lustigerweise habe ich da aber den letzten 25l drybag bekommen. Damit sind wir dann an die mega lange Schlange an der Kasse gegangen. Wir dachten schon das wir jetzt mindestens 30min. Anstehen müssen, aber uns hat dann ein Verkäufer angesprochen, ob wir mit Karte zahlen. Er hat uns dann an allen vorbei nach vorne begleitet wo ich mit meiner Karte an seinem Handy bezahlen konnte. Danach sind wir dann weiter zu Carrefour. Der schlimmster Carrefour auf der ganzen Welt. Er war auf zwei Etagen, Mega unsortiert, unübersichtlich und extrem überfüllt. Nachdem wir auch den knapp überlebt haben und aus dem Hölleneinkaufszentrum entkommen sind und auch das Gepäck von unseren Fahrrädern nicht geklaut war, ging es dann 1,2 km zum Kanal, da gab es dann auch in 100m Abständen saubere öffentliche Toiletten. Am Kanal haben wir dann gesessen und danach ist Dörte zu einem Express super U Supermarkt. Ich habe noch gesagt „es hat mit einem Super U angefangen und endet mit einem Super U Express. Super U war nämlich der erste Supermarkt den wir auf unserer Reise hinter der Französischen Grenze angesteuert hatten. Krass und traurig, dass es jetzt schon wieder vorbei ist. Am Ende sind wir dann noch zum Mexikaner wo wir uns beide einen burrito geholt haben. Der Kellner war lustig. Ein richtiger Sunny Boy der ein bisschen mit uns rumgescherzt hat. Er sprach Englisch und sogar ein bisschen deutsch, weil er mal eine längere Zeit in Österreich war. Nach dem Mexikaner sind wir dann zu Fuß zum Bf, weil nur 1 km entfernt war. Gegen 21:15 warme wir schon da und sind erstmal in die falsche Etage. Von 0 in 2, weil 1 nicht ging. Der Security der da gerade rumstand hat uns dann erklärt wie wir fahren müssen und hat uns sogar noch zu einem großem Fahrstuhl gebracht, weil der normale viel zu klein für Fahrräder war. Wir sind dann noch ein bisschen rum gelaufen im Bahnhof, aber haben die Busse von flixbus dann gefunden. Dort hat Dörte noch ihren Namen auf die Taschen geklebt und wir haben noch 5 Minuten zusammen gesessen, dann kam schon der Bus. Wir haben zusammen die Sachen in den Bus getan und uns verabschiedet. Nachdem ich dann noch eine ganze Zeit lang den Ausgang vom Bahnhof gesucht habe und dann frustriert einfach die Rampe runtergefahren bin, wo eigentlich die Busse langfahren, bin ich dann noch die 9km zum Zelt gefahren und bin ganz schnell eingeschlafen.

