16.09.2025 – Tag 116

Als wir heute wach geworden sind war es noch recht kühl. Dörte hatte in der Nacht auch etwas gefroren und sich richtig in den Schlafsack eingerollt. Es fühlt sich morgens schon richtig nach Herbst an. Wir haben auch immer mehr das Problem, das das Zelt und besonders auch der ganze Boden nass ist und man es nicht mehr so richtig trocken bekommt. Aber wir versuchen es so gut es geht. Nachdem wir alles gepackt haben und Frühstück gegessen haben, sind wir morgens so gegen 11:30 losgekommen. Es ging wieder hügelig weiter durch die Weinberge und an schicken kleinen Dörfchen lang. Während der Fahrt wurde es später dann sogar noch richtig schön warm. Zum 2. Mittag hatten wir uns gesagt das wir mindestens erstmal 20km fahren wollen um erstmal etwas Strecke zu machen. Wir landeten dann wieder bei einem Carrefour. Dort gab es sogar Tische und Bänke auf einer Wiese, wo wir unser Mittag essen konnten. Leider war mein Vorderreifen platt, als wir aus dem Laden raus kamen. Ich hatte mir einen kleinen Dorn reingefahren. Also hieß es wieder reifen runter und Schlauch tauschen. Um den ganzen Gepäck Kram nicht abbauen zu müssen, hängte ich das Fahrrad an dem Lenker auf und nahm dann das Rad raus. Nachdem der Dorn gefunden und der neue Schlauch drin war, ging es dann wieder auf die Straße.
Das Navi hat uns dann wieder an einen Kanal geführt, wo wir eine ganze Weile lang fuhren. Weil es gerade und gefühlt leicht bergab ging, könnten wir mit ganz gut Geschwindigkeit weiterfahren. Nach weiteren 20km sind wir dann am Campingplatz angekommen und haben erstmal eine nach gebucht. Nach der Dijon Sache sind wir vorsichtiger geworden. Wer weiß was uns hier erwartet und zumindest der Eingang war sehr in der Nähe einer großen Straße. Es war aber zum Glück nicht ganz so teuer wie im Internet. 17€ statt 21€, aber es ist definitiv einer der teureren Campingplätze.
Der Campingplatz ist ziemlich lang gezogen, also schon größer für unsere bisherige französische Erfahrung. Aber es gibt zwei Sanitärhäuser, deshalb ist es eigentlich egal. Das gute daran war auch, das wir eine ganze Ecke von der großen Straße weg unser Zelt aufschlagen konnten. Am hintersten Ende des Platzes.
Bei dem Sanitärhaus am Ende, bei der Zeltwiese, sind sogar zwei überdachte Bereiche, wie Carports, mit ca. 5 Sitzbank-Tisch Kombinationen.
Wir haben dann das Zelt aufgestellt und unsere feuchte Wäsche auf einer selbstgespannten Wäscheleine aufgehängt und sind erstmal in die Stadt gefahren. Wir hatten ja noch 2 – 3 Stationen vor uns, deshalb habe wir uns beeilt.
Als erstes sind wir über eine Brücke zurück Richtung Stadt. Das ist hier eigentlich auch ein anderer Stadtteil oder eine andere Stadt und heißt Saint-Marcel. Nach der Brücke ist man erstmal auf einer kleinen Zwischeninsel im Fluss/Kanal. Da war eine ganz süße Straße, die mich von ihrem Aufbau ein bisschen an die Lämmertwiete in Hamburg Harburg erinnert hat. Nur kein Pflasterstein und keine Fachwerkhäuser.
Da waren auch 2 mexikanische Restaurants nebeneinander. Bzw ein traditionelles mexikanisches und eins mit Latino fusion Küche. Da wollten wir morgen essen. Mexikanisches Essen ist der Hammer. Naja.
In der Stadt angekommen war es dann gar nicht weit zum ersten Kunstladen. Der hat ein etwas merkwürdiges Konzept, aber zum Dörte hat ihn trotzdem online gefunden. Der hatte nicht nur kunstbedarf, sondern auch Mückenschutz und Pflegeprodukte und allen möglichen anderen kram. Mir war ja mein Lieblingsbleistift jetzt endgültig kaputt gegangen und ich hatte gehofft einen neuen zu bekommen. So einen coolen gab’s da aber nicht. Also weiter zur Papiterie. Dort gab es wieder so eine Standardmäßige Kunstabteilung wie in einem Karstadt. Es gab hier zwar Druckbleistifte, aber nicht mit diesem ergonomischen griff sie bei dem alten. Deshalb sind wir auch dort unverrichteter Dinge aufgebrochen.
Als nächstes haben wir noch essen und Chips und Schoki beim Carrefour gekauft. Außerdem sind wir zu einem Decathlon. Beim Fahrrad anschließen habe ich erstmal ungewollt einem Vordach eine Kopfnuss gegeben und verloren. Im Decathlon hab ich dann nochmal die Zeltlampen angeschaut, bin aber wieder zu dem Schluss gekommen das die alle scheiße sind. Einen neuen Schlauch habe ich aber mitgenommen. Zurück beim Campingplatz war dann nur noch kochen, chillen und später schlafen auf dem Plan.

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