09.09.2025 – Tag 109

Heute bin ich das erste Mal im 2:30 aufgewacht. Es regnete so Stark, das es so laut war, das Dörte, die inzwischen auch wach war, und ich uns anschreien mussten, um uns zu verstehen. Regen aufm Zelt kann ja ganz schön sein, aber es gibt auch Grenzen. Der Regen hörte einfach nicht auf. Nach ca. 20min. Schaute ich aufs Regen-Radar und sah das es noch bis 4 Uhr weiter gehen sollte. Ich hatte ein bisschen Angst das ich auf Toilette muss, weil eine Minute bei dem Regen gereicht hätte, das nix mehr trocken ist. Ich habe dann versucht mit Ohropax zu schlafen und habe es iegendwann geschafft. Nach viel zu wenig Stunden Schlaf bin ich dann um 7:30 aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Wir haben dann noch ein bisschen im Zelt gechillt. Als wir dann raus gegangen sind, hat es direkt wieder angefangen zu regnen. Der Himmel war einfach nur eine große graue Fläche.
Ich bin draußen rumgelaufen und habe Dinge gepackt. Viele Sachen waren inzwischen leicht nassgeregnet. Dörte hat die Inletts, die wir als Bettbezüge über die Matratzen gezogen hatten in der Frauendusche versucht trocken zu föhnen und danach Müsli gemacht. Mir war der Appetit vergangen aber ich habe von ihrem Müsli dann doch noch die Hälfte abbekommen. Nachdem wir die Sachen ans Fahrrad gemacht hatten ging es dann los. Der Regen hörte kurze Zeit später auf. Den Tag blieb es dann trocken aber dunkel und grau. Ich glaube wir hatten wieder viel Glück und sind immer da gewesen wo es gerade nicht geregnet hat. Zum Mittag ging es wieder an einen Supermarkt. Dieses mal wieder Super U, wo Dörte solche Mini Berliner mit Apfelfüllung gekauft hat. Die hatten wir beim ersten Stopp in Frankreich auch schon gekauft und seit dem redete sie von den. Zum Glück hatten sie die. Ansonsten gabs das übliche. Baguette mit Aufschnitt. Dörte war irgendwie total gestresst, weil sie Angst hatte das wir zu spät beim Campingplatz ankommen würden und wollte das ich da anrufe. Das ist der gleiche Stress, den ich auch schon hatte, woraufhin ich ja das wildcampen eingeführt hatte. Sie hat aber so Angst davor das sie das auf keinen Fall machen will. Als ich auf die Uhr schaute und es erst knapp 14:00 war und wir nur noch knapp 30km vor uns hatten beschloss ich das wir später da anrufen, wenn es knapp werden würde. Schließlich hatten wir in meinen Augen noch ne Menge Zeit. Es gab dann auch kein Zeitproblem. Aber diesen Stress kann ich gut nachvollziehen. Aber ich rede ihr da nicht rein. Die restliche Strecke war wunderschön. Die dunklen Wolken zogen sogar ein bisschen weg und wir fuhren weiter die Euro Velo 6 Route am Kanal entlang. Rechts und links große Berge und inzwischen ging es sogar mit Felsen los. Ich kam mir irgendwie ein bisschen wie in einem Dino-Szenario vor. Fast etwas surreal. Diese Natur war echt mächtig.
Kurz vorm Campingplatz in Besançon musste Dörte dann nochmal Pause machen, weil ihr Arsch so weh tat. Wir saßen dann 10 min. An einer Straße auf so Steinbänken und chillten ein bisschen.
Wie sind dann gegen 17 Uhr beim Campingplatz angekommen. Da war noch ein bisschen was los, die haben aber auch ihre Rezeption bis 19 Uhr geöffnet.
Wir haben gleich gefragt wie es mit der Waschmaschine ist. Dafür gibt es Chips und die wollten wir uns nächsten Tag holen.
Die Wiese für die Zelte war ganz schön. Sogar mit einigen Wäscheleinen und zur Abwechslung mal direkt beim Sanitärgebäude. Wir konnten uns aber nicht so richtig entscheiden wo wir stehen wollten. Entweder der Boden war etwas wellig, schräg, oder mit Erde also potentiell matschig. Am Ende haben wir ein Zwischending gefunden, mit dem wir ganz gut leben konnten. Zuerst haben wir aber alle nassen Sachen und das Zelt noch etwas aufgehängt.
Nachdem das Zelt dann stand, sind wir einkaufen gefahren. Der Supermarkt war zum Glück nur einen knappen Km entfernt, da wir beide doch Recht kaputt waren.
Heute gab es Kürbis. Den hatte sich Dörte gewünscht. Als wir zurück kamen habe ich mich noch mit einer Schweizerin unterhalten, die neben uns Zeltete. Die war voll lieb und neugierig wegen unserer Reise. Ich finde toll das die Leute auch mit uns ins Gespräch kommen, wenn wir zu zweit sind. Ich finde allein geht das immer noch ein bisschen einfacher, aber so geht es scheinbar auch. Ich mag die Gespräche mit den Leuten sehr gern. Dörte ist da immer etwas verhaltener und braucht viel Energie um sich zu überwinden. Naja. Wir haben dann bei einer Sitzecke ganz beim Eingang gekocht, weil die Bänke bei der Fahrradwiese belegt waren.
Danach haben wir nur noch abgewaschen und sind ins Bett.
Irgendwie scheint hier eine Flugstrecke der Luftwaffe zu sein, denn bis 22 Uhr wurden wir noch von Düsenjet Lärm genervt.

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