03.09.2025 – Tag 103
Heute war der erste Tag, an dem wir wieder ein bisschen Strecke machen wollten. Leider war Regen angesagt, was ehrlich gesagt immernoch ein bisschen auf die Stimmung schlägt, aber man kann ja eh nichts ändern. Bevor wir aber losfuhren ging es aber nochmal in den Outdoorladen. Ich wollte mein Mikrofaserhandtuch wieder zurück geben, weil es komplett nass war, bevor ich auch nur ansatzweise trocken war. Scheiß Ultralight Gedöns. Das ist irgendwann halt nur noch ultralight und funktioniert nicht mehr. Ich bin da gar kein Fan von. Dann nehme ich doch lieber ein T-Shirt oder Trikot zum abtrocknen als sowas. Aber ich hatte vor mir son Decathlon Handtuch zu kaufen. Die funktionieren wenigstens. Die Rückgabe war problemlos möglich und danach ging’s nochmal zum Bäcker. Ein paar Butterbrezeln zur Stärkung. Das waren die letzten Stationen in Freiburg. Irgendwie war es auch traurig, diese wunderschöne Stadt wieder zu verlassen.
Die Tour war dann aber richtig schön und statt Regen, hat es nur einmal kurz genieselt und wurde später noch richtig sonnig und heiß. Die Sonne hat gut geknallt und wir mussten uns sogar noch eincremen. Die Strecke war gut ausgebaut. Es gab sogar separate Radwege. Anders als ich es eigentlich aus Frankreich gewöhnt war. Normal pinseln die maximal ein paar Striche auf die Straße und deklarieren es als Radweg.
Bei dem ersten Supermarkt in Frankreich machten wir erstmal Mittag. Da haben wir uns mega überfressen, aber die Sachen sind hier halt auch Mal mega lecker. Ich habe auch noch den 2. Wanderstein abgelegt. Als nächstes ging es weiter durch einige kleinere Örtchen. In einem stand buchstäblich ein Pferd im Vorgarten. Ich dachte erst ich kuck nicht richtig, aber es war echt halb in der Hecke und aß ein bisschen rasen. Als wir näher kamen, kam es raus und schaute uns genau so neugierig an, wie wir auf der anderen Seite vom zaun das Pferd ansahen. Danach ging es dann schön durchs grüne und wir sind sogar ein Wassermelonen Feld vorbeigekommen. Das erste was ich in meinem Leben gesehen habe. Die waren aber alle noch ganz klein und werden sicher noch größer. Danach ging es an einem Kanal entlang, durch wälder und das letzte Stück führte über Schotter an einem kleinen Flüsschen entlang und wir querten eine Autobahn auf einer verwilderten Brücke. Dann kamen wir am Campingplatz raus. Camping le Safari. Der war bis auf ein bisschen Autobahngeräusche mega schön. Wir hatten einen Platz im Schatten, das Personal war Mega nett und es gab sogar eine kleine Bär und einen Pool. Alles für insgesamt 18€. Also 9 pro Person. Sowas findet man in Deutschland niemals. Wir haben als erstes eine Wäsche gemacht weil es hier eine Waschmaschine gab und sind dann als erstes in den Pool gegangen. Dann haben wir Wäsche aufgehängt und haben uns danach einen Flammkuchen an dem kleinen Lokal geholt. Jetzt hab ich mich erstmal in die Hängematte gelegt und gechillt. Es kam dann noch ein Typ der ein bisschen Englisch sprach und alles über die Reise wissen wollte. Ich hatte ein bisschen den Eindruck, als wenn er es etwas bedauert, nie so eine Reise gemacht zu haben. Er erzählte das er seiner Tochter gerade geraten hatte es auch zu machen, bevor Kinder, Familie und Job das Leben einnehmen und er sagte das wir es genau richtig machen und er wünschte uns alles gute. Langsam wurde es dann auch dunkel und der Tag ging zuende.

