28.07.2025 – Tag 69

Ich habe erstmal richtig lange ausgeschlafen. Wenn ich mehrere Tage in meinem Zelt Hause, merke ich das immer daran, das ich alles im Zelt suchen muss. Mein Bluetooth kopfhörer lag auch so neben der Isomatte, weil ich gestern die Packung nicht wiedergefunden hatte. Und Sachen aufladen könnte ich auch mal wieder machen. Naja ich hab mir erstmal einen löslichen Cappuccino gemacht. Ich hatte mir eine neue sorte vom Jumbo Markt geholt. Die günstige Eigenmarke. Man muss auch mal Negativerfahrungen machen. Der Cappuccino schmeckte wässrig und das Pulver löste sich quasi gar nicht. Überall schwammen so Pulverinseln. Das ging auch nicht mit rühren weg. Egal. Ich packte meine Tasche und setzte mich erstmal in die Gemeinschaftscheune. Erdnussbutter Brötchen time. Leider saß hier auch schon der komische französische Vater mit seinen Kindern. Die zelten im Nachbarzelt und er schafft es noch nicht Mal „guten Morgen“ zu sagen oder mich zumindest mal zuruckzugrüßen. Zu seinen Kindern war er lieb, aber ich hatte das gefühlt das er mich irgendwie nicht mochte. Nach meinem Frühstück und nachdem ich meinen Kram abgewaschen hatte, ging ich dann zum Fahrrad und fuhr gegen 10 los Richtung Stadt. Weit bin ich nicht gekommen. Es fing an zu regnen. Eigentlich war die Wolke nichtmal über mir, aber der Wind trug wohl die Tropfen in meine Richtung. Ich bin dann wieder in die Scheune gegangen, wo immernoch die Kinder chillten. Es war abzusehen das es nicht lange regnete, weil sogar ne Menge blauer Himmel sichtbar war. Ca. 30min. Später hab ich dann den zweiten Anlauf gemacht. Dieses Mal erfolgreich. Eine kleine Dusche habe ich unterwegs noch bekommen, aber das waren nur 5min. Der restliche Tag war trocken und sogar sonnig. Heute war es auch richtig cool, weil ich Amsterdam ja schon ein bisschen kenne und weiß worauf ich mich freuen kann. Ich hatte richtig Lust die Gegend zu erkunden. Und zwar nicht so touristisch wie man es so von Städtetrips kennt, sondern auf meine Art. Ich hatte neulich schon mit Jacky darüber gesprochen, das es cool wäre. So Touristenführungen auf eine alternative Art und Weise zu machen. Irgend ein local müsste einem die schönen versteckten Orte zeigen. Nicht irgendwelche Kirchen und Schimmelige Gebäude, sondern die hübschen Ecken. Parks, wiesen, kleine hübsche Gassen, Hinterhöfe, kleine Oasen. In Hamburg kenne ich eine Menge davon und ich habe Jacky auch schon alles mögliche gezeigt. Sie will auch nicht in Menschentrauben einem komischen Guide hinterherlaufen der einem etwas über Geschichte erzählt. Das soll die Sache nicht abwerten, aber diese Art ist halt nichts für mich und davon gibt’s ja auch schon genug. Naja. Genug Träumerei. Ich bin also wieder durch die gegend gefahren. Erstmal richtung norden. Als erstes habe ich mich auf die kleine Fähre gefreut. Dieses Mal wusste ich ja das sie kostenlos ist. Drüben angekommen ist es eigentlich egal wo man hin fährt. Alles ist schön. Ich musste nur ab und zu mal aufs Navi schauen, das ich nicht zu weit aus dem Kern rauskomme. Die Randgebiete sind manchmal etwas düster und es gibt jede Menge Betonklötze. Spätestens dann muss man mal aufs Navi kucken. Der Tag war wieder super schön. Abends habe ich noch im Park auf dem Boden gesessen und die Abendsonne genossen, die mir mitten ins Gesicht strahlte. Gegen Nachmittag dachte ich schon drüber nach, noch eine Nacht zu bleiben. Wo es schön ist, kann ich mir auch mal Auszeit nehmen. Ich habe oft das Gefühl das ich irgendwas leisten muss, oder fühle mich irgendwie ruhelos. Jetzt ist es mal anders und das ist auch gut so. Ich fuhr durch die Stadt bis es dunkel wurde und habe gefühlt alle 2m erstmal Fotos gemacht. Amsterdam ist auf jeden Fall sowas von einen Besuch wert!

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