20.07.2025 – Tag 61
Nach dem Arthur und ich in Ruhe Frühstück gegessen haben und ich noch in sein Gästebuch geschrieben habe, hieß es zuende packen und wieder aufs Fahrrad. Das war echt eine schöne Begegnung. Als erstes bin ich zu einem kleinen Städtchen gefahren, was er mir noch empfohlen hat. Das örtchen heißt bourtagne. Es sieht aus der luft aus, wie ein großer Stern. Dort angekommen, bin ich erstmal eine Runde gefahren und wenn man dort rumläuft, hat man ein bisschen das Gefühl, das man ins Mittelalter Zurückgereist ist. Alle Häuser sind in einem Innenhof und sehen noch echt ursprünglich aus. Zwischen den Wällen ist auch eine große Holzwindmühle, in die man sogar rein gehen kann. Nachdem mich mich ein wenig umgesehen habe, ging es dann weiter Richtung Emmen. Eine etwas größere Stadt wo ein Recht günstiger Naturcampingplatz liegt. Die Strecke ging sehr schnell vorbei und es blieb sogar die ganze Zeit trocken, auch wenn der Himmel aussah als könnte es jeden Moment regnen. Es ging vorbei an Feldern und an Kanälen. Es gab durchgehend Radwege, die auch mega gut waren. Keine Holperpisten wie in Deutschland. Kurz vorm campingplatz ging es dann noch durch ein Waldstückchen. Selbst hier gab es überall gute Radwege und es waren auch viele Fahrradfahrer unterwegs. Angekommen am Campingplatz fühlte ich mich direkt wohl. Am Eingang war ein großer Bauwagen, der scheinbar vermietet wird und daneben ein hobbithäuschen, was in einen Grashügel gebaut ist. Alles war sehr klein und gemütlich. Als ich bezahlt hatte erzählte mir die Frau, das in Emmen gerade ein großes Fest ist. Richtig cool. Also duschen, Zelt aufbauen und Mal schauen was da los ist. Emmen ist echt eine hübsche Stadt, aber das Stadtfest war mir etwas zu überlaufen. Überall waren Menschen und saßen in Cafés oder wuselten umher. Es gab Stände wo Leute Flohmarkt machten und es gab Fressbuden und Bühnen. Nach einer kurzen Runde bin ich dann etwas einkaufen gegangen und zurück in den Wald. Da habe ich dann noch einen echt hübschen See gefunden. Ich kam sogar Mal wieder zum Malen. Und genoss den Abend. Eigentlich war mir jetzt schon klar das ich noch eine Nacht bleiben will. Und das Wetter war auch noch echt ganz schön geworden. Als ich dann irgendwann aufs Wetterradar schaute, sah ich das eine riesige Gewitterwolke direkt auf mich zu kam. In 20min. Sollte es richtig los gehen. Als ich die ersten Tropfen abbekam, radelte ich schnell zum Campingplatz. Dort stellte ich nur das Fahrrad hin und Sprang schnell ins Zelt. Die Tröpfchen waren inzwischen riesige Tropfen. Und ich war schon Recht nass, obwohl ich nur ein paar Minuten unterwegs war. Der Abend wurde nicht besser. Ich habe es noch einmal geschafft in einer trockenen Minute mein Fahrrad anzuschließen und den restlichen Abend war ich dann im Zelt. Das Unwetter wurde immer schlimmer. Inzwischen gewitterte und blitzte es. Außerdem würde es echt stürmisch. Mein Zelt blieb zum Glück wieder trocken. Inzwischen habe ich die Angst im Zelt nass zu werden kaum noch. Ich habe inzwischen schon einige richtig heftige Regengüsse trocken darin verbracht. Also war den restlichen Tag nur noch ein bisschen malen, lesen und rumgammeln angesagt.

