23.06.2025 – Tag 42
Nach dem ich die Augen aufgemacht habe, hab ich erstmal gesehen das durch mein Innenzelt scheinbar ein kleiner Bach gelaufen ist. Ich hab mein Zelt so an einer schräge aufgebaut, das das Wasser da einfach durchgelaufen ist. Nicht aus Dummheit, sondern aus mangelnden anderen Optionen. Ist auch eigentlich nicht schlimm, aber meine neue Matratze war natürlich auch das erste Mal richtig nass jetzt. Das war schon ein bisschen blöd, aber irgendwann musste das ja passieren. Also warum nicht jetzt.
Als ich aus meinem Zelt gekrochen bin habe ich gesehen das es trotz starkem Regen in der Nacht schon wieder komplett trocken war. Zumindest von außen. Es war aber auch Regen angekündigt. Wir rechneten mit ca. 9:00. Also schnell alles zum Schalter tragen und alles ins trockene bringen. Das außenzelt habe ich direkt in den shelter geworfen. Das Innenzelt habe ich hoch zum shelter gebracht, seitlich hingelegt, und mit leiden festgemacht, damit es nicht wegfliegt. Der Wind hat es dann getrocknet. Die Isomatte hat leider Wasserflecken jetzt. Außerdem habe ich über Leine gespannt wo wir noch Sachen aufgehängt haben. Nebenbei habe ich mir einen Chai Tee mit Karamell gemacht. Neues Pulver zum aufgießen mit Wasser. Wir haben gefrühstückt und uns überlegt, wie wir jetzt am schlausten aus dem Wald wieder rauskommen. Der Regen blieb glücklicherweise bis zu unserer Abfahrt aus und wir konnten bis auf die Wasserflecken auf der Isomatte alles trocken und unbeschadet einpacken. Wir haben also als erstes einen anderen Weg versucht als den, den wir gekommen waren. Mit dem Resultat das wir die Bikes stehen lassen mussten und eine ganze Ecke durch den Wald gelaufen sind, bis wir bemerkt haben das es vergeblich war. Wir mussten also wieder 1km durch den Wald schieben und durch etliche Matschpfützen und Felspassagen. Das darf man eigentlich keinem erzählen, aber ich hatte mich heute morgen für Flipflops entschieden. Trotz Unwetterwarnung und obwohl ich wusste das wir durch diesen Wald mussten. Der Grund war, das ich zu faul war Socken rauszuholen. Als wir endlich aus dem Waldstück Rauswaren, sind wir erstmal in die falsche Richtung gefahren, weil unsere Navis dachten das es eine gute Idee ist, wieder in den Wald reinzufahren. Wir waren anderer Meinung und sind dann nach Karte in die nächste Stadt gefahren. Immerhin haben wir so noch ein paar Höhenmeter zusammenbekommen und 2 Elche gesehen, die wieder zu schnell für meine Handykamera waren. Nach vielen Höhenmetern und nicht ganz so vielen km, sind wir dann nach Göteborg reingefahren und haben uns erstmal in einem Supermarkt einen Mittagssnack geholt. In dem Moment wo wir wieder raus kamen und essen wollten, hat es wolkenbruchartig angefangen zu regnen. Wir konnten uns aber unter einem Dach, auf einem Fahrradständer sitzend, trocken unseren Snack reinziehen. Als wir weiter fuhren war es nur noch Nieselregen. Nächster Stopp war ein Café. Da haben wir gechillt und einen Capuchino getrunken. Während dessen ist draußen wieder die Welt untergegangen. In dem gleichen Gebäude war auch ein Supermarkt wo wir für Abendessen eingekauft haben. Als wir zu den Fahrrädern gegangen sind, hat es geregnet aber wieder nur wenig. Trotzdem waren wir uns sicher bei den letzten km zum shelter jetzt nochmal richtig eine Dusche ab zu bekommen. Darum Regenhose an und los. Regenhose und Flipflops sieht übrigens mega bekloppt aus. Unterwegs hörte dann nach ein paar Metern der Regen wieder auf. Dafür setzten die Berge wieder ein. Dörte musste also nach kurzer Zeit wieder die Regenjacke ausziehen weil sie sonst wegen Hitze ausgeflippt wäre. Nach noch ein paar Metern haben wir dann auch die Regenhose wieder ausgezogen. An einer Art Stadtpark angekommen kam ein Schwede und hat gefragt ob er helfen kann. Wir standen vor einer Übersichtskarte und überlegten welches shelter wir wohl nehmen. Er konnte sogar deutsch und hat uns gesagt das er in dem, den wir ausgesucht haben auch mal ne Nacht gepennt hat und das der gut ist. Dann ist er wieder in die Richtung aus der er kam abgehauen.
Er war also extra zu uns gekommen um uns einen Tipp zu geben. Voll lieb. Als wir im shelter ankamen, hat der echt alles übertroffen war wir uns vorgestellt haben. Es war eine richtige Hütte, die fast geschlossen war, mit richtigem kleinen Kamin drin. Richtig schön an einem See gelegen. Davor eine Feuerstelle und innen eine Bank und ein Tisch. Wenn man raus schaute, sah Mal auf eine kleine Insel die auf dem See war. Es ist also alles perfekt gewesen. Wir sind an dem großen Regentag nur einmal kurz nass geworden und haben das Premium shelter überhaut gefunden. Dazu noch nette Menschen getroffen und Elche gesehen. Ich werde mein Zelt in shelter aufbauen und habe geraden Boden und kein Problem mit Feuchtigkeit. Und morgen geht es nur ein paar Kilometer zum Campingplatz wo wir theoretisch sogar das Frühstücksbuffet noch mitnehmen könnten.

