22.06.2025 – Tag 41

Heute sind wir auf dem entspannten shelterplatz aufgewacht und die Sonne versteckte sich noch ein bisschen hinter den Wolken und Bäumen. Ich hatte mich schon ungefähr 3 mal umgedreht und weitergeschlafen. Gegen 8 bin ich dann aber langsam aufgestanden. Dörte und ich haben unseren Kram zusammengepackt und uns langsam fertig gemacht. Kurz bevor wir losgefahren sind, kamen mehrere Leute mich mehreren Kindern die anfingen da rumzuturnen und den Bikepark zu erkunden. Unsere Zelte waren zum Glück schon weg und wir hatten fast alles gepackt. Dörtes Taschengalterung die am Vortag abgebrochen war, wurde noch schnell mit einem Kabelbinder verstärkt und dann konnte es losgehen. Wir hatten uns vorgenommen heute ganz entspannt zu machen. Nach Göteborg ist es nicht mehr weit und wir hatten uns so entspannte 20km vorgenommen. Da war eine Stadt mit Supermarkt wo wir uns was zum Mittag essen holen konnten und Dörte wollte evtl. in ein Café. Der Weg war echt entspannt aber trotzdem fühlten wir uns beide etwas schwach, was wahrscheinlich an mangelnder Motivation lag. Trotzdem rollte es gut, die Berge waren moderat und wir kamen gut voran. Angekommen in der Stadt namens Kungälv sind wir erstmal in den Supermarkt und haben uns davor in die Sonne gesetzt und unsere Brötchen gegessen. Danach wollten wir in ein Café, aber irgendwie hatten die entweder nicht auf, oder sahen ungemütlich aus. Eins von der Kette Espressohouse war in der Nähe. Leider war es in einem Krankenhaus und wir hatten jetzt nicht so Lust auf Krankenhausflair. Also sind wir zu MC Donalds wo es erstmal einen MC Flurry und Pommes gab. Danach haben wir noch alles für Hotdogs eingekauft, weil Dörte die ganze Zeit in Schweden schon Hotdogs wollte, aber die Schweden essen gar keine Hotdogs. Das ist eine große IKEA-Lüge. Es gibt nirgends Hotdogs und wenn man welche findet sind da nicht Mal Gurken oder Röstzwiebeln drauf. Naja. Wir wollten nochmal bei einem Shelter ein Feuer machen und Stockwürstchen für Hotdogs machen. Also alles eingekauft und ich habe noch eine neue Sonnenbrille geholt, weil meine in meiner Tasche zerbrochen war. Danach sind wir mega bepackt Richtung shelter gefahren. Leider stellte sich raus, das es in einer Art Park gelegen war, wo Jogger und Spaziergänger direkt vorbeiliefen. Außerdem war hier kaum Feuerholz zu finden. Also überlegten wir uns, das wir in ein abgelegeneres shelter fahren. Das war nur 10km entfernt. Nur 10km sollte man aber in den bergen nicht zu laut sagen. Wir sind 9km vom Tal auf einen Berg gefahren und 1km war dann durch den Wald schieben angesagt. Das letzte Stück sind wir sogar vor gelaufen und haben ohne die Fahrräder stehen gelassen, weil es nicht klar war ob man überhaupt mit den schwer bepackten Fahrrädern durchkommt. Zum Glück ging es. Am Ende konnten wir ein Feuer machen und der Wind war heute sogar unser Freund. Erstmal sorgte er dafür das wir nicht eingeräuchert wurden und dann war wegen dem Wind auch den ganzen Abend kein Insekt zu sehen, obwohl wir direkt am See standen. Als es dann kälter wurde und anfing zu regnen ist Dörte nochmal ins Wasser um sich zu waschen und wir sind in unsere Zelte. Heute war wieder ein super toller Tag. Wir haben noch darüber geredet wie es wohl für Dörte ist, wenn sie jetzt nach einem Monat wieder nach Hause kommt. Wir haben ja nie ein festes Dach über dem Kopf und sind nur in der Natur. Sie freut sich auf zu Hause aber ist auch mega glücklich über die Zeit die wir hier hatten. Ich kann mir gar nicht vorstellen nicht mehr zu reisen. Ich will nicht das es aufhört und ich bin froh das ich nicht wieder nach Deutschland und in den Arbeitsalltag muss. Für mich wird es nach dem Jahr sicher super komisch, aber das ist zum Glück noch Ferne Zukunftsmusik. Morgen soll erstmal ein Regentag sein, wir haben noch ein paar Tage gemeinsam und genießen jede Sekunde in der Natur und aus meinen Augen auch in der Freiheit.

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