(10.06.2025 – Tag 29)
Der Wecker war auf 6 gestellt, da wir wussten das es wohl am Vormittag gegen 8 anfangen sollte zu regnen. Als ich den Wecker ausmachte und die Augen aufmachte, hörte ich es schon, wie es anfing zu tröpfeln. Es hieß also so schnell es geht alles im Zelt einzupacken und Zelt im Regen abbauen. Die Fahrrad Taschen hatten wir schon im shelter stehen also nur Isomatte, Schlafsack und ein bisschen Kleinkram. Ob es jetzt noch erforderlich ist sich zu beeilen bezweifelte ich, aber wir waren ja verabredet und die anderen waren auch schon dabei. Als ich aus meinem Zelt kroch, war das andere Zelt schon abgebaut. Unsere Zelt Nachbarn haben noch geschlafen. Ich habe erstmal nur das innen und außenzelt in den shelter geschmissen und versucht ein bisschen zu mir zu kommen. Wenigstens war alles jetzt unterm Dach. Wir haben Frühstück gemacht und im shelter alles vorbereitet. Nach dem Frühstück hieß es als erstes die Taschen den verblockten Berg runter tragen. Danach die Bikes. Wir bewegten und auf einem anderen Pfad als wir gestern kamen. Bewegen, weil man von fahren wirklich nicht sprechen kann. Es waren hauptsächlich northshore trails (zwei nebeneinander gelegte Bretter, die als Brücke über Wasser und Moore dienten. Der Rest waren verblockte Wege, die hauptsächlich aus großen Steinen, die überall aus dem Boden ragten, bestanden.
Als wir nach einiger Zeit endlich einen fahrbaren Weg erreichten standen wir nach ein paar Metern vor einer Baustelle. Sören und Dörte wollten schon in einen anderen Weg abbiegen und einen großen Umweg fahren, aber die Bauarbeiter winkten mich Ran. Ich rief den anderen zu und wir führen durch die Baustelle. Ein paar Meter weiter kamen wir an ein Umleitungsschild das nicht so wirklich eindeutig war, weshalb wir erstmal verwirrt durch die Gegend gefahren sind, bis wir durch eine Einbahnstraße fuhren, die über einen Feldweg wieder auf eine andere Straße führte. Während der ganzen Fahrt regnete es wieder durchgehend, was die Stimmung nicht gerade verbesserte. Dazu kam noch das Sören heute irgendwie mega am rumstressen und antreiben war. Zum Glück waren es nur etwas 30km. Wir sind durch sehr bonzige Küstengebiete nach Göteborg reingekommen. Die Häuser die wir da in den Felsen gesehen haben waren abartig groß. Wir sind auf unserem Weg noch an einem XXL Laden angehalten und haben uns aufgewärmt. Ein Bauhaus steuerten wir danach noch für eine Toilettenpause an. Dann ging es direkt zum Campingplatz. Mir war kalt und ich war wieder total nass. Außerdem war meine Stimmung am Boden. Ich habe kein Bock mehr ständig nur im Regen rumzufahren und immer nur zu sehen das man versucht alles so wenig nass wie möglich von A nach B zu transportieren und dann wieder zu versuchen sich selber trocken und warm zu bekommen. Jedes Mal komme ich mit von der Nässe verschrumpelten Fingern an und ziehe mir irgendwas trockenes an. Dieses Mal genau so. Aber ich freute mich mega auf die warme Dusche, weil wir ja zu Campingplatz fuhren. Das gleich für 2 Nächte, weil Sören ja in Göteborg dann mit der Fähre abfährt. Wir baute. Also im Regen die Zelte auf. Das mit der warmen Dusche war zu früh gefreut. Irgendwie war die Dusche nur lauwarm. Naja. Wenigstens sauber war ich dann. Dörte hatte Magenschmerzen und es regnete durchgehend. Nachdem ich mich warm angezogen hatte, bin ich langsam hungrig geworden und wir beschlossen, das die beste Idee gegen Magenschmerzen Pizza und Chips sind. Also fuhren Sören und ich schnell einkaufen. Wir haben in einem überdachten Raum mit Tischen bei einem Servicehäuschen gegessen. Danach ging es Dörte auch wieder besser. Am Abend habe ich Mal wieder ein bisschen länger mit Jacky telefoniert und bin dann ins Bett und vor erschöpung fast direkt eingeschlafen. Sören und Dörte waren auch im Zelt und haben irgendeine Serie auf dem Tablet gekuckt und auch nicht mehr viel gemacht.

