(27.05.2025 – Tag 14)
Wieder ein grauer Tag, wieder Wind, wieder Kälte. Meine Stimmung neigte sich langsam Richtung Tiefpunkt. Dazu noch das Fahrrad, wo die Kassette immer noch Probleme machte. Bis heute konnte ich es verdrängen, aber heute musste es weiter gehen. Ich baute mein Zelt schnell noch im trockenen ab. Wobei es immer noch ein bisschen nass war, weil es ja durchgehend geregnet hatte. Nur der morgen war etwas trocken. Dann brachte ich meine ganzen Sachen zum Unterstand, um wenigstens im trockenen zu sein, wenn es jetzt wieder anfängt zu regnen. Dann kam das Fahrrad dran. Ich habe es mit einem Spanngurt nur ein bisschen hochgezogen und baute den Hinterreifen aus. Da kam mir schon die halbe Kassette entgegen. Wie ich es schon vermutet hatte. Die Mutter, die die Kassette zusammenhält, hatte sich gelöst. Dadurch konnten die Zahnräder sich bewegen und rutschten auf der Achse Rum und das kleinste wurde nur vom zweitkleinsten gehalten, welches sich auch noch vom Verbund der Zahnräder gelöst hatte. Es war also klar das ich zu einer Werkstatt musste, weil ich sie ein Werkzeug nicht dabei habe. Und ich musste hoffen das es damit getan ist, es einfach wieder fest zusammenzuschrauben. Also hatte ich einen Shelter rausgesucht der in der Nähe einer Werkstatt lag. Da ich erst nach 12 los kam, weil meine Motivation von Tag zu Tag schwindet und ich immer später los fahre, lohnte es sich in meinen Augen nicht mehr direkt zur Werkstatt zu fahren. Ich fuhr 35km zu einem Lagerplatz, von dem ich am nächsten Tag nur noch 15km zur Werkstatt hatte. Der Lagerplatz hatte sich auf meiner Internetseite schon ganz cool angehört. Es gab hier richtige Hütten, mit Tür und so. Nichts offenes, so wie sonst immer. Also fuhr ich mit meiner klapperenden Kassette und mit reduzierten Gängen los. Eigentlich waren es nur noch so 4-5 Gänge die sich sauber anfühlten. Auf keinen Fall durfte ich die beiden größten Gänge nehmen und am besten auch nichts in der Mitte. Also blieben nur noch die ganz Kleinen. Das heißt ich konnte zumindest Steigungen langsam fahren und wenn es bergab oder ebenerdig war, konnte ich nicht Mal Gas geben, weil ich ab 20km/h nicht mehr mit treten hinterher kam. Zum Glück war es ja nicht so weit und als ich ankam, sah ich das es echt geschlossene Hütten waren. Sogar mit feuerstelle innen. War aber trotzdem keine so dolle Idee ein Feuer anzumachen. Da es eine offene Feuerstelle war, war nach ein paar Minuten die ganze Hütte dichtgeräuchert. Wirklich warm wurde es trotzdem nicht. Ich spannte noch eine Wäscheleine um mein Zelt zu trocknen und hängte die Zeltteile auf. Dann machte ich mich bettfertig und legte mich in den Schlafsack.

