21.06.2025 – Tag 40

Heute mussten wir von unserem Campingplatz bei Uddevalla tatsächlich wieder wegfahren. War eine schöne Zeit hier, aber es ist auch immer schön weiter zu fahren. Vorm losfahren habe ich nochmal versucht Dörtes Fahrradmantel hinzubekommen. Seit ihrer Panne ist der irgendwie am eiern. Also nicht die Felge, sondern der Mantel scheint irgendwie verzogen zu sein. Nach langem versuchen und einsetzen eines weiteren Schlauches, war es zumindest so halbwegs wieder in Ordnung. Sie war schon mit packen fertig und ich war heute wirklich konfus und habe ständig Dinge hin und her getragen und meine Taschen 100 Mal wieder auf gemacht, aber es war auch alles durcheinander und irgendwie fühlte ich mich auch gestresst. Als wir gegen Viertel vor 11 wieder auf der Straße waren lief es irgendwie gut. Der himmel sah morgens noch grau aus, war aber inzwischen wieder komplett wolkenfrei. Die Etappe war wunderschön. Wir fuhren in bergiger Umgebung am Meer entlang, oder zumindest an dem Arm, der vom Meer aus in Inland ging. Überall waren kleine Inseln. Ich finde diese Archipel Gegenden mega spannend. Warum weiß ich selber nicht. Dazu wurde man immer Mal wieder mit traumhaften Aussichten belohnt. Ab und zu gab es auch Straßenbuchten, wo wir anhalten und Fotos machen oder Riegel essen und was trinken konnten.
Gegen 12:30 nach ca. 25km, sind wir bei einem Supermarkt in Ljungskile rangefahren. Da gab’s erstmal Salami Brötchen, Birne, Quark, Proteindrink und Limo.
Danach ging es wieder durch eine Landschaft wie im Bilderbuch. Felsige Küsten, Wege in den Bergigen Küstengebieten unter Pinien mit Blick aufs Wasser.
Nach einer weiteren kleinen Pause haben wir einen Platz am Wasser gefunden und geschaut ob man da baden kann. Das ging leider nicht, aber wir sind auf einen Steg gegangen, wo Kinder gerade Krebse gefangen haben und haben uns Wasser geschaut. Danach haben wir uns noch ein bisschen in die Sonne gesetzt. Nachdem wir wieder losgefahren sind, habe ich gesehen das die eine Hälfte vom Halter von Dörtes Hinterer Tasche abgebrochen war. Nach kurzem basteln und umändern der Aufhängung konnte es weiter gehen. Hielt erstmal provisorisch. Nicht nur bei mir gehen Sachen kaputt. Nach kurzer Fahrt über manche anspruchsvolle bergige Passagen kamen wir bei einem Shelter an, das nicht weit von der Straße entfernt war. Direkt daran gelegen war ein kleiner Fahrradkurs, wo Wellen und kleine Sprünge drin waren. Da ist ein Vater gerade noch mit seinen Kindern rumgefahren. Wir haben noch entspannt geschnackt und einen Kakao getrunken. Und wir haben heute Mal in weiser Voraussicht früh unsere Zelte aufgebaut, weil wir ja inzwischen diese komischen Insekten kennen. Irgendeine Art von denen kommt ja immer in der Dämmerung raus. Wir sind noch eine Runde spazieren gegangen, wo wir am Waldrand auch eine kleine Schlange entdeckt haben und dann ging der allabendliche Angriff auch wieder los. Es waren dieses Mal wieder Tausende Minimücken. Wir konnten gerade noch in unsere Zelte flüchten. Ich habe noch von innen unterm Außenzelt richtige schwärme von denen gesehen. Nachdem ich ca. 15 von den getötet hatte, die in meinem Innenzelt waren, konnte ich auch schlafen.

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